Der Neue – Meister unseres Hauses

Tempo – das ist eine Leidenschaft von Benedict Jung. Seit dem 1. Juli 2017 ist er der Neue an unserer Schule, der neue Hausmeister. Und der macht Tempo.
„Ja, ich sehe, was zu tun ist, und dann muss das gemacht werden“, sagt der 30-Jährige; im August war der runde Geburtstag. „Ah, ein Löwe!“ „Stimmt, das ist aber das Einzige, was ich über Sternzeichen weiß: Ich bin Löwe.“ Aber er brüllt nicht, trotz seiner Leidenschaft fürs Tempo hat Benedict Jung die Ruhe weg.
Weggegangen ist er für die Stelle an unserer Schule aus Darmstadt, wo er 15 Jahre als Dachdecker gearbeitet hat. Ein Wechsel vom Dach ins Innere des Hauses, warum? „Ganz klar der Sicherheitsaspekt, die Zukunft“, sagt Jung, „ich habe noch keinen Kollegen erlebt, der den harten Job des Dachdeckers bis zur Rente geschafft hat.“ Schwer ist ihm der Wechsel daher nicht gefallen, zumal er hier auf das Handwerkliche nicht verzichten muss, „das gefällt mir nämlich auch sehr“, sagt Jung mit seinem zurückhaltenden Lächeln.

Seine Frau arbeitet in Wiesbaden, so haben sie sich in der geografischen Mitte getroffen und wohnen nun in Flörsheim. Kinder haben Jungs keine, „noch nicht“, verrät der Hausmeister mit Blick Richtung Familienplanung. Kennengelernt haben sich die beiden in Holland. „Beim Surfen“, erinnert sich Jung, „ also ich bin gesurft, sie lag in der Sonne.“ Am Surfen liebt Jung – natürlich – das Tempo. „Tempo ohne Motorisierung“, schwärmt er, „und das wird ganz schön schnell, wenn man’s richtig macht.“
Also, vom Dach in die Schule … wie war eigentlich sein eigenes Verhältnis zum Hausmeister in seiner Schulzeit? „In der Grundschule war das ganz ausgezeichnet, das war nämlich mein Uropa.“ Danach habe es keine großen Berührungspunkte gegeben. Seine Lieblingstätigkeit im neuen Job? „Ganz klar die Arbeit mit dem Aufsitz-Rasenmäher.“ Jung schmunzelt, „das macht einfach Spaß“. Auch wenn man hier nicht wirklich von Tempo reden kann.
Und gibt es etwas, das er sich von Schülern und Lehrern wünscht? „Ja, der Umgang mit den Notfall-Türen im Hauptgebäude, die gehen halt schnell kaputt, die sollten wir wirklich auch nur im Notfall nutzen“, mahnt der Hausmeister und muss dann los, „in einem Klassenraum sind zwei Stühle kaputt“, spricht’s und eilt weiter. Mit Tempo – für unsere Sicherheit.