Der Sommer geht,der Winter kommt

Auch wenn der Sommer sich noch nicht geschlagen gibt: Der nächste Winter wird kommen.

Und damit die Skikursfahrten im Jahrgang 7, die für unsere Schülerinnen und Schüler ein absolutes Highlight sind.

Seit mehreren Jahren organisieren wir diese Kursfahrten nach Neukirchen am Großvenediger. Für ein gutes Gelingen dieser Veranstaltungen sind wir immer auf der Suche nach begeisterten Skilehrerinnen und Skilehrern, die uns auf den Fahrten begleiten.

Solltest Du Interesse haben, uns auf diesem Abenteuer zu begleiten, dann solltest Du dir auf jeden Fall diese Ausschreibung ansehen!

Ausschreibung Skilehrer 2017

snow

Sven Moraw

Fahrtenleiter Ski

„Salvete, discipuli et discipulae! Salve, magistra!“ – Rede zur Latinums-Feier am 10. Juli 2016

Das kennen wir wohl noch alle von Frau Matthees-Hadeler. So fingen 90 % aller Unterrichtsstunden an, gefolgt von einem: „Considite, quaeso!“.

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich es richtig ausspreche und nicht mein Latinum am Ende noch aberkannt bekomme. Ich wusste anfangs nicht, über was ich reden möchte, aber dann kam ich zum Schluss, dass ich am besten beim Anfang beginnen könnte.

In der 6. Klasse war ich äußerst motiviert diese Sprache zu erlernen und dachte erstmal, dass das ziemlich einfach sein würde. Wie gesagt – dachte ich. Es stellte sich ziemlich schnell heraus, dass das Ganze nicht so asketisch sein würde, wie zunächst angenommen, denn ziemlich schnell kam die umfangreiche Grammatik-Lehre dran. Was anfangs mit der o- und a-Deklination begann, wurde plötzlich zu einem großen „Grammatik-Haufen“. Wenn ich ehrlich bin, kann ich die meisten bis heute nicht unterscheiden, geschweige denn aufsagen. Aber ich muss dazu sagen, dass ich durch den brillianten Unterricht wohl mehr über die deutsche Grammatik erlernt habe als in den 5 Schuljahren davor.

Durch das große Engagement von Ihnen, liebe Frau Matthees-Hadeler, haben wir viele Fahrten unternehmen können. Darunter war die zum Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz, aber auch Ziele, die weiter weg waren: wie zum Limes-Kastell in Pohl, nach Aschaffenburg oder Köln, wo wir netterweise auch Freizeit bekamen, um uns die Städte anzugucken — was zugegebenermaßen in der Regel in Shopping endete.

Und dann gab es ja auch noch den „Latein-Treff“. Wenn man nur den Namen hört, denkt man ja zunächst an einige wenige, auserwählte, hochtalentierte Latein-Schüler, die die Ehre hatten, diese AG besuchen zu dürfen. Dieses jahrgangsübergreifende Angebot von Frau Matthees-Hadeler zusammen mit Frau Lahme hat mir wohl so manche Klausur gerettet.

Da einige Eselsbrücken von unseren Lehrerinnen uns gegeben wurden, kann ich nun das Rätsel um die Pronomina und „esse“ auflösen:

hic, haec, hoc — der Lehrer hat ’nen Stock.

is, ea, id — was will er denn damit?

sum, fui, esse — er haut dir in die Fresse!

Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen Spekulatius-Kekse, die wir in dieser Zeit zusammen gegessen haben. Aber insbesondere möchte ich Ihnen dafür danken, dass Sie sich immer so viel Zeit genommen und Mühe gegeben haben -auch, wenn wir im Unterricht wohl nicht immer so ganz bei der Sache waren und lieber Gespräche führten, die nicht unbedingt so dem Unterrichtsthema entsprachen.

Diese Situation kennen wohl auch Sie, lieber Herr Sarumbo, nur zu gut. Während des nun fast vergangenen Jahres behandelten wir Ausschnitte aus „De amicitia“ und Ovids „Ars Amatoria“. Im 2. Halbjahr lernte ich, dass nicht nur Latein ein Kampf ist, sondern, dass es auch ein Kampf ist, die Geliebte zu finden, gewinnen und letztendlich dauerhaft zu behalten. Für diejenigen, die zu sehr mit ihren Gesprächen beschäftigt waren:  Davon handelt die „Ars Amatoria“.

Abschließend kann ich eigentlich nur noch sagen:

Veni, vidi, vici!

Ich kam, ich sah, ich siegte!  Zumindest beim 2. Versuch.

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Glück an alle, die ihr Latinum erreicht haben oder es noch einmal versuchen werden.

Dankeschön!

Ihre/ Eure

Stella Maya Claire Schüler

„Finis coronat opus.“ – Das Ende krönt das Werk!

Dass „Lateiner“ auch richtig feiern können, bewiesen am 4. Juli 2016 zwanzig Schüler/innen der E-Phase, die nach fünf Jahren harter Arbeit ihr Latinum in Händen hielten. Wie schon im Vorjahr bekamen sie im Rahmen einer kleinen Feierstunde nicht nur symbolisch eine Urkunde überreicht, sondern auch einen Siegeskranz aus Efeu. Anschließend fand ein kleiner Umtrunk statt.

Zuvor hatten gleich drei Schüler/innen, Salih Simsek, Stella Schüler und Celine Schikora, in Reden Rückblick auf die letzten Jahre gehalten:

Auch wenn in allen Reden zum Ausdruck kam, dass die lateinische Sprache für Schüler eine Herausforderung darstellt, so war es doch Konsens, dass die Lateingruppe eine tolle Truppe war, in der es immer etwas zu lachen gab. Über die Dankesworte an die beiden unterrichtenden Lehrer, Frau Matthees-Hadeler in den ersten vier Jahren und Herrn Sarumbo in der E-Phase, haben sich beide natürlich besonders gefreut.

Eine Power-Point-Präsentation von Lehrerseite rief mit vielen Fotos u.a. noch einmal die zahlreichen gemeinsamen Exkursionen in Erinnerung und weckte wehmütige Erinnerungen.

Mit einem Buchgeschenk für herausragende Leistungen im Fach Latein in der Einführungsphase wurde Daniel Schmidt ausgezeichnet.

Wie schon im letzten Jahr gibt es auch diesmal wieder mutige Schüler/innen, die Latein in der Q-Phase weiterbelegen und es mit dem römischen Philosophen Seneca halten:

Per aspera ad astra!“ – Auf rauen Wegen zu den Sternen!

Allen Lateinschülern der auslaufenden E-Phase wünschen wir auf ihrem weiteren schulischen Weg viel Erfolg.

Es war eine schöne Zeit mit Euch!

Stephanie Matthees-Hadeler (Fachsprecherin Latein)

Horas non numero nisi serenas

Dass Mainz ursprünglich ein Legionärlager war, dürfte vielen Schülerinnen und Schülern Wiesbadens bekannt sein. Doch was genau uns die Römer hinterlassen haben, erkundeten auf spielerische Weise die Lateinschüler der 7. Klassen am 8. Juli: Sie lösten diverse Aufgaben und Rätsel rund um das römische Leben in Mogontiacum am Römischen Theater, am Drususstein auf der Zitadelle, am aus einer Finthener Quelle gespeisten Frigidarium, am Römertor auf dem Kästrich und zum Abschluss am Hypocaustum gegenüber vom Schillerplatz.

Getreu der lateinischen Weisheit: „Ich zähle die heit’ren Stunden nur.“ kann die Lateingruppe auf eine „sonnige“ und heitere Exkursion zurückblicken.

(Frau Nagy)

Premiere

Schülerinnen und Schüler der Theater AG spielen im Rahmen der Schultheatertage 2016 erstmalig auf der Bühne des Hessischen Staatstheaters!

 

Theater AG Fliedner Schule, Ulrich Poessnecker 2016

„Zwitschernd und gurrend flattern Vögel auf die Bühne: Wiedehopf, Schwalbe, Sperling, Papageienweibchen, Wachtel, Eule, Huhn und viele andere. Die Menschen machen ihnen das Leben schwer. Man müsse kämpfen, sagen die einen, mit Eifer von den Menschen lernen und sie durch Wissen überzeugen, meinen die anderen. Gemeinsam machen sie sich auf einen langen Weg, suchen einen Ort des Friedens und des Glücks. Mit einem tödlichen Finale endet der Traum. Der erste Auftritt der Theodor-Fliedner-Schule mit „Guano oder die Odyssee der Vögel“ von Heinrich Waegner im Kleinen Haus des Staatstheaters war gewissermaßen eine Doppel-Premiere. Dass der Autor des Stücks im Saal saß, nannte Priska Janssens, Leiterin der Theaterpädagogik am Haus, „eine riesige Ehre“. Spontan bat sie den Gast auf die Bühne. Bemerkenswert fand Waegner, mit wie viel Ernst, aber auch mit wie viel Freude sein Stück aufgeführt wurde.“ So schrieb der Wiesbadener Kurier. „Theater ist, wenn man sich vor anderen Menschen zum Leuchten bringen kann, und es genießt!“, kommentierte die Journalistin Kathrin Schwedler anlässlich unserer Vorstellung des Stücks.

Es stimmt, die Mädchen und Jungs der Theater AG der Fliedner-Schule haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Nach wochenlangen Extra- und Zusatzproben, einer fast täglichen Beschäftigung mit dem Stück und dem Lernen, Lernen und Lernen des schwierigen Textes war es am Dienstag dann endlich soweit. Wir durften auf die Bühne des Staatstheaters. Unser Stück war bestens besucht und besonders glücklich war die Spielgruppe über die vielzählig erschienenen Lehrerinnen und Lehrer der Schule. Eine extra große Freude aber machten dann am Folgetag die vielen lobenden oder gar begeisterten Kommentare aus Lehrermund. Ist ja schon wahnsinnig toll, wenn man als Sechst- oder Siebtklässler in dieser Weise freundlich bedacht wird. Unsere Arbeit hat sich demnach gelohnt und die Zuschauer hatten einen schönen Abend.

Konsequenterweise mussten alle Proben auf das Bühnenformat des Kleinen Hauses eingerichtet sein, da unsere Inszenierung aus vielen choreografierten Bewegungsabläufen besteht und das Kleine Haus ja der Ort unserer Premiere war. Diese sehr raumgreifende Struktur der Inszenierung ist leider nicht auf die Bühne unserer Schule übertragbar. Zumindest nicht in einigen, wenigen Probetagen. So entschlossen wir uns schweren Herzens, die erst geplante Vorstellung in der Schule aufzugeben.

Etwas ist uns aber noch viel wichtiger: Wir hoffen sehr, dass alle Freunde, Besucher und Zuschauer, die uns im Staatstheater gesehen haben, uns in guter Erinnerung behalten werden. Dafür danke ich schon heute.

 

Für die Theater AG, der Spielleiter Ulrich Poessnecker.