Kunst

„Weil das Gestaltete zu weiteren Bewegungen des Empfindens, Wahrnehmens und Reflektierens reizt,“

Bretagne, Ulrich Poessnecker 2014

wird dem schöpferischen Tun der Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht unserer Schule viel Raum gegeben. Bedeutsam in diesem Zusammenhang ist es zudem, dass wir in der Kunst ganz ohne Zweifel die Höchstentwicklung des schöpferisch – kreativen Potenzials des Menschen in der Versinnlichung von Vorstellungen und Ideen finden können. Vor allem im direkten, sinnlichen Begreifen versteht die Kunst die Welt.

Kunst E 1, Poessnecker

Welt – Anschauung wird mit den Augen der Kunst zu einem weitgreifenden, komplexen System des sinnlichlichen Verstehens. Und gerade deshalb ist es ein Hauptanliegen unseres Kunstunterrichts, in besonderer Weise in den Klassenstufen 5 bis 9 und weiter bis zur E-Phase, ein Lernen des realen Umgangs mit künstlerischen Phänomenen zu fördern. So beginnt der Kunstunterricht in unserer Unterstufe als eine sehr lebensfrohe, kreative, aber auch ernsthaft forschende Schule des Gestaltens und Sehens und führt in den Kursen der Oberstufe zum Erwerb von Fachkompetenzen im Umgang mit ästhetischen Gegenständen, sowie zur produktiven wie rezeptiven Auseinandersetzung mit den vielfältigen Dimensionen des Künstlerischen. Gerade in diesen verwirrenden Zeiten ist es wichtig, ein wenig mehr von der Welt zu verstehen. Der Umgang mit Kunst und den visuellen, bildnerischen, medialen Ereignissen unserer Welt will deshalb gerade auch in der Schule gut geübt sein.

Die Fachschaft Kunst der Theodor-Fliedner-Schule in Wiesbaden besteht im laufenden Schuljahr aus Christina Reichert, Janina Gaidell und Christine Ladebeck.

Im Kunstunterricht E 1, Poessnecker
Kunstunterricht in der Oberstufe, Kurs E 1 Poessnecker. Thema der Unterrichtssequenz: Architektonische Konstruktion. Schüler arbeiten gemeinsam an ihren künstlerischen Aufgaben: Nick und Mercedes.

Die Auswahl der Themen, Bildbetrachtungen und Gestaltungsaufgaben wird immer in Abhängigkeit von der konkreten Lerngruppe getroffen. Grundsätzlich aber gibt es zentrale Themenfelder, die von allen Kolleginnen und Kollegen behandelt werden. In der Jahrgangsstufe 5 steht die künstlerisch – praktische Auseinandersetzung mit den Bereichen Zeichnung / Grafik und Malerei im Vordergrund der Unterrichtsplanung. Überraschende und kreativitätsfördernde Themenstellungen führen zur gestalterischen Auseinandersetzung mit den elementaren bildnerischen Mitteln: u. a. Punkt, Strich, Kontur und Linie als Gestaltungsmittel, Farbe, Form, Komposition als die weiteren Elemente des bildnerisch – künstlerischen Arbeitens.

Z.B.: Thema „Schlangennest“. Eine Linearzeichnung einer differenzierten, grafischen Ordnung. Räumlich – plastische Ausführung, Erfindung grafisch – abstrakter Muster.

Erste Untersuchungen der Farbenlehre führen zu neuen Fragen und Antworten. Farben werden gemischt, Farbordnungen erarbeitet, Farbkontraste erkundet.

Z.B.: Thema: „Der Farbbaum“ (Wasserfarbmalerei / Primärfarben, Mischtechnik): Die Kinder malen einen herbstlichen Baum und lernen dabei, aus den Primärfarben verschiedene Farbnuancen zu entwickeln. Oder Thema: „Der Fisch im Wasser“ (Wassermalfarben in blau und gelb, malerische Mischtechnik): Die Schülerinnen und Schüler entwerfen den farblich „kalten“ Bildhintergrund des Wassers mit Wassermalfarben, im Vordergrund schwimmt im extremen Farbkontrast ein „Gold“-Fisch. Aus der gemeinsamen Besprechung der Schülerarbeiten entwickelt sich eine kunsthistorische Bezugnahme z. B.: zum Maler Paul Klee. Immer aber ist es so, dass nicht nur die Endprodukte des Unterrichts in der Bewertung des gestalterischen Tuns der Schüler berücksichtigt werden, sondern in gleicher Weise auch der Arbeitsprozess und die persönliche Ideenentwicklung.

(Uli Poessnecker)