FranceMobil à la Theodor-Fliedner-Schule

IMG_4289FranceMobil, das kleine französische Kulturmobil auf vier Rädern, besuchte am 20. April 2015 die Theodor-Fliedner-Schule und konnte die Schüler und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 5 für die französische Sprache und Kultur begeistern, während  der von der Renault Deutschland AG zur Verfügung gestellte Renault Kangoos im Schulhof verweilte.

Ein wichtiger Baustein der deutsch-französischen Zusammenarbeit

Das Programm FranceMobil wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Die zwölf FranceMobil-Lektoren besuchen seitdem jedes Jahr Kindergärten, Grund-, Real-, und Berufsschulen sowie Gymnasien. Sie vermitteln den Lernenden ein zeitgemäßes Frankreichbild und verhelfen den Schülern bei der Fremdsprachenwahl. Die Programme FranceMobil in Deutschland und ihr Pendant in Frankreich wurden für ihr Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.

Französisch spielerisch kennen lernen

Hélène Bari, die diesjährige Lektorin, stellte zunächst in französischer Sprache und mit sehr verständlicher Gestik sowie mithilfe von Lautmalereien (voiture – vroum vroum) ihre Arbeit als FranceMobli-Lektorin vor. Sie erklärte dann den Schülern, die im Halbkreis vor ihr saßen, dass sie die ganze Stunde mit ihr Französisch sprechen würden: „Nous allons parler, parler – bla bla – français„. Dann lud sie die Schüler mit der Frage „Comment je m’appelle?“ dazu ein, mithilfe des Galgenmännchen-Spiels ihren Vornamen zu erraten, sodass die französischen Buchstaben entdeckt werden konnten. Dann stellte sie sich mit „Moi, je m’appelle Hélène“ vor. Mit der Frage „Et toi, comment tu t’appelles?“ wurden die Schüler aufgefordert, ihren eigenen Namen zu nennen. Danach gab Hélène Bari mit „Moi, je viens de France, mais j’habite à Francfort“ ihre Herkunft und ihren Wohnsitz kund. Anschließend gab sie den Schülern mit „Moi, j’aime le chocolat“ die Möglichkeit, eine Vorliebe auszudrücken (Moi, j’aime le foot, le sport, l’équitation, le chocolat etc…). Nach einem mehrmaligen Frage-Antwort-Wechsel konnten sich so die Schüler in Kürze selber vorstellen.

Später ging ein Würfel aus Stoff, der als Sprachauslöser dienen sollte, von Hand zu Hand, solange die vom Hélène Baris ipod eingeschaltete französische Musik spielte. Derjenige Schüler, der beim Stoppen der Musik den Würfel in der Hand hielt, musste würfeln und je nach der gezogenen Nummer, die er benennen musste, einen der drei wiederholten Sätze sprechen. Wurde eine Sechs gezogen, so mussten alle drei Sätze gesagt werden!

Mithilfe von Schildern mit Bildern wurden dann transparente Wörter aktiviert (la banane, la salade, le chocolat, la rose, le taxi, le kangougou, le cactus, la mer, le problème, la musique). Drei nach französischen Wörtern getaufte Gruppen, die den Schülern eingefallen waren (la voiture, Au revoir und Veux-tu), wurden anschließend gebildet. Es galt diesmal, eins der abgebildeten Bilder im abgespielten Lied zu erkennen und die dazu passende, auf dem Boden liegende Karte aufzuheben und vorzuzeigen. Unter anderem wurde Le taxi in Vanessa Paradis‘ Lied „Joe le Taxi“ erkannt, aber auch la rose in Moss‘ Lied „Au nom de la rose“ sowie le cactus in Jacques Dutroncs berühmtem Lied „Les cactus“ . Zum Schluss wurden die erreichten Punkte der Gewinner auf Französisch gezählt.

Nach weiteren, verschiedene Obstsorten darstellenden Karten (la banane, le citron, l’orange, la fraise) wurden die noch auf ihrem Platz sitzenden Schüler aufgeteilt. Nachdem ein Schüler aufgestanden war, wurde ihm sein Stuhl weggenommen, sodass das Spiel die Reise nach Jerusalem anfangen konnte. Beim Benennen einer der vier Obstsorten standen die Schüler dieser Gruppe auf und suchten nach einem verbliebenen Platz. Der übrig gebliebene Schüler nannte dann eine weitere Obstsorte usw… Als zum Schluss la salade de fruits als weitere Option hinzugefügt wurde, duften alle aufstehen und nach einem Platz suchen!

Das Titelblatt von Astrapi, einer der zahlreichen Kinder- und Jugendzeitschriften aus Frankreich, gab den Schülern zuerst den Anlass, die andere Schreibweise des Wortes Mammut im Französischen (le mammouth) wahrzunehmen. Nachdem jeder Schüler eine Ausgabe der Astrapi-Zeitschrift erhalten hatte, gab Hélène Bari den Schülern die Aufgabe, nach einem Wort zu suchen, das sie verstehen, um es dann an die Tafel zu schreiben. Diesmal tauchten nicht nur transparente Wörter auf! Gemeinsam wurde dann mit Hélène Bari nach der Bedeutung einiger Wörter gesucht.

Zum Schluss fragte Hélène Bari wiederholend nach der Bedeutung der drei in den verschiedenen Spielen verwendeten Ausdrücke Je m’appelle, J’habite à und J’aime und wollte wissen, ob die Schüler verstanden hätten, wo genau in Frankreich sie herkomme. Wer es noch tatsächlich wusste, zeigte die Stadt Lyon auf der Frankreichkarte. Hélène Bari erzählte außerdem den Schülern, sie habe in Montpellier studiert und zeigte die Stadt ebenfalls auf der Karte. Danach beantwortete sie die Fragen der Schüler und verabschiedete sich mit Au revoir!

Merci!

FranceMobil besucht nicht zum ersten Mal die TFS: 2007, 2010 und 2011 erfreuten sich die Schüler des fahrenden Kulturinstituts und der engagierten und motivierenden Lektoren. Für den Einfallsreichtum der Aktivitäten sowie für ihren Humor und ihre Professionalität bedanke ich mich bei Hélène Bari herzlichst. Meinen Kolleginnen Frau Müller-Ribaric, Frau Bänsch, Frau Kazzer und Frau Ladebeck und Frau Franze möchte ich meinen Dank ausdrücken für ihre Bereitschaft, den Besuch von FranceMobil ermöglicht zu haben.

(Frau Attali) 

Schüler berichten:

Emilia Bozic, 5 d: „Am Montag hat uns FranceMobil besucht. Hélène hat uns die französische Sprache erklärt. Sie hat mit uns Spiele gemacht und uns Sätze beigebracht. Jetzt kann ich sagen, wie ich heiße, wo ich wohne und was ich gerne mag. Wir haben viel Spaß gehabt und auch viel gelacht. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und ich hätte Lust, die französische Sprache weiter kennen zu lernen…!“

Julia Stromeyer, 5 d: „Zum Schluss haben wir noch eine französische Zeitschrift bekommen. Wir haben Wörter gesucht, die wir kannten und sie dann an die Tafel geschrieben. Französisch ist einfach eine tolle Sprache, mit der man viel anfangen kann.“

Elisa Tietz, 5 a : „Wir fanden es schön, als wir zusammen Spiele gespielt und dabei noch gelernt haben. Wir hatten alle sehr viel Spaß! Glücklich waren wir, als wir am Ende der Stunde französische Wörter konnten. Danke, dass Sie uns einen Einblick in diese Fremdsprache gegeben haben!“

Louis Kessler, 5 d: „Mit Hélène haben wir französische Redewendungen gelernt. Das Spiel mit den Zeitschriften hat mir dann auch sehr viel Spaß gemacht. Ich will Französisch lernen, weil das Land interessant ist und die Sprache sich toll anhört!“