Wie ist es, wenn man plötzlich nichts mehr sieht? Wie kann man Alltagssituationen ohne den wichtigen Sinn des Sehens bewältigen? Diese Fragen konnten wir, die 11. Klasse (E04) gemeinsam mit unserem Tutor Herrn Sandmann, am Donnerstag den 6.3.25 hautnah erleben. Wir wurden vom Kulturamt Wiesbaden mit einem wichtigen Projekt für Inklusion in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Blindenverein ProRetina beauftragt. So ist es unsere Aufgabe, eine Audiodeskription für die Dauerausstellung unseres Stadtmuseums am Markt (sam) zu erstellen, um die Barrierefreiheit zu erhöhen und somit die Teilnahme am kulturellen Leben für blinde Menschen zu verbessern.
Um selbst zu erfahren, wie es ist, blind zu sein, haben wir, gefördert durch das Kulturamt Wiesbaden, einen Ausflug in das Dialogmuseum in Frankfurt unternommen. Hier haben wir eine Stunde in vollständiger Dunkelheit verbracht und uns mit Hilfe eines blinden Guides und Blindenstöcken durch Alltagssituationen wie das Überqueren einer Straße oder einen Waldspaziergang gekämpft.
Als das Licht ausging hat man sofort gemerkt, wie sich die anderen Sinne wie der Tastsinn und das Hören verschärft haben. Dank dieser anderen Sinne und viel Kommunikation untereinander konnten wir uns gegenseitig relativ gut zurechtfinden. Dennoch war es ziemlich schwierig und auch anstrengend, nichts sehen zu können und wir waren im Nachhinein ziemlich überwältigt von den gesammelten Eindrücken.
Wir sind dem Dialogmuseum Frankfurt sehr dankbar, dass sie unser Projekt unterstützen und uns anschließend ein vertiefendes Gespräch mit einem Guide zum Thema Audiodeskription ermöglicht haben. Nun verstehen wir etwas besser, was für blinde Menschen wichtig ist!

Von Louisa, Mia, Henry und Emilia aus der E04

