Die „L-Frage“ ist geklärt – 21 Schüler/innen der Einführungsphase erhalten das Latinum!

Von den jüngsten Lateinschülern der TFS mit Getränken bewirtet, konnten die Lateinschüler/innen der E-Phase einen ganz besonderen Moment am letzten Schultag genießen: das erreichte Latinum.

Alle erhielten nach fünf Jahren harter Arbeit in einem feierlichen Rahmen dafür nicht nur symbolisch von Frau Matthees-Hadeler eine Urkunde überreicht, sondern auch von Frau Lahme einen Siegeskranz aus Efeu.

Wie schon in den letzten Jahren gestalteten „die Lateiner“ aktiv ihre Feierstunde mit:

So präsentierte der Schüler Aljoscha Bertram seine selbst komponierte Hymne auf die Freundschaft. Sie war aus einem Projekt zu Ciceros philosophischer Schrift über die Freundschaft (de amicitia) entstanden.

Anschließend blickten die Schüler Thomas Martel und Robert Koßmagk in einer Rede auf die letzten Lateinjahre zurück. Die passenden Bilder dazu lieferte die Power-Point-Präsentation von Lehrerseite mit vielen Fotos seit der 6. Klasse.

Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass in diesem Jahr sowohl Frau Petersen als auch Herr Hertrich an der Feierstunde teilnahmen. Frau Petersen hob in ihrer kurzen Rede vor allem die Bedeutung des Latinums hervor.

Wie schon im letzten Jahr gibt es auch diesmal wieder mutige Schüler/innen, die in der Q-Phase einen Latein-Grundkurs belegen.

Allen Lateinschülern der auslaufenden E-Phase wünschen wir auf ihrem weiteren schulischen Weg viel Erfolg.

Es war eine schöne Zeit mit Euch!

Stephanie Matthees-Hadeler und Ellen Lahme

Gesamtkonferenz zu Beginn des neuen Schuljahres

 

 

An diesem Freitag fand an der Theodor-Fliedner-Schule die erste Gesamtkonferenz des Schuljahres 2019/20 statt. Neben einer Reihe von Informationen zum neuen Schuljahr sollen zwei Punkte hier besondere Erwähnung finden.

Zum einen möchten wir als Kollegium der Theodor-Fliedner-Schule die neuen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich begrüßen, die ab Montag bei uns unterrichten werden. Wir wünschen einen guten Start!

Zum anderen überreichte uns die Schulamtsdezernentin Frau Husung im Rahmen des Zertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“ das Teilzertifikat „Lehrergesundheit“. Damit hat die Theodor-Fliedner-Schule alle Teilzertifikate erworben, so dass das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ nun beantragt werden kann. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben und auch in Zukunft beitragen werden.

„Wir kamen, sahen und schossen“ (venimus – vidimus – misimus) – Latein Jahrgang 6 beim Limeskastell Pohl

 

Die beiden Lateinkurse des Jahrgangs 6 statteten im Rahmen einer Exkursion dem Limeskastell in Pohl einen Besuch ab.

Um 8 Uhr trafen sich die beiden Kurse mit den Lehrern in der Schule. Frau Lahme unterrichtet den Kurs 6a+b und Herr Sarumbo die Klassen 6c-6e.

Um 8:15 Uhr fuhr der Bus von der Theodor-Fliedner-Schule ab. Und genau eine Stunde später parkte der Bus auf dem Parkplatz vor dem Kastell. Viele staunten direkt über die Größe der Anlage und über den Turm, besonders aber über die sehr hohe Mauer.

Nach einer Power-Point-Präsentation durch den Leiter des Kastells, Herrn Perabo, über das Römische Reich und die Funktion sowie das damalige Aussehen des Kastells, gingen die Klassen 6a und 6b auf den Turm. Dort oben hatte man eine prächtige Aussicht. Vorher wurde kurz der aktuelle Zustand – einschließlich der „Bausünden“ des Kastells erklärt. Die Anlage wird leider nicht mehr vom Land Rheinland-Pfalz finanziert. Am Ende wurde stolz das kleine, schöne Museum gezeigt.

Während der andere Kurs die Aufgaben und die Ausrüstung eines Auxiliarsoldaten mit Herrn Lutz                                             besprachen und dann mit dem Bogen schossen. Danach wurde getauscht.

Dann ging es schon wieder zurück zur Schule.

Ein toller Tag ging zu Ende.

 

Von Niklas Löhr, 6b

Großes Spielefest zum Abschluss des Schuljahres

Rotary-Club Wiesbaden spendet Spielgeräte zur Bewegungsförderung

Die Noten waren gemacht und die Zeugnisse geschrieben. Da ist ein Sportfest für die ganze Schule in der von großer Hitze gekennzeichneten letzten Schulwoche noch einmal genau das Richtige und ein schulisches Highlight. Die Sonne brannte rechtzeitig am vorletzten Schultag dann auch nicht mehr so heiß und die morgendliche Bewölkung, sowie eine leichte Brise erlaubten das Sporttreiben im Freien.

Die Zeitpläne waren auch noch einmal etwas zusammengestaucht worden, damit die Belastungen nicht zu hoch werden konnten und das Sportfest mit Siegerehrungen und Urkundenvergabe um 12:30 Uhr endete.

Bis dahin waren aber die TFS-Schüler/innen mit Eifer bei der Sache und versuchten in ihrer jeweiligen Jahrgangsstufe sowohl in einem Spielwettbewerb, als auch in einem zusätzlichen kleinen Klassenwettbewerb gute Ergebnisse zu erreichen.

Hierfür wurde das komplette Schulgelände mit den Sportaußenanlagen und der Sporthalle, aber auch der nahe Kunstrasenplatz in Bierstadt (Fußball-Kleinfeld-Turniere) genutzt. Diese sehr guten äußeren Voraussetzungen werden von der TFS sehr geschätzt und machen eine solch attraktive Großveranstaltung mit allen Schülerinnen und Schülern der Schule erst möglich und sind für eine Wiesbadener Schule einzigartig.

Die Schüler/innen konnten auch noch an 7 sportlichen Mitmachständen ihre Geschicklichkeit testen. An diesen Ständen gab es Urkunden für die drei Besten. Dadurch fanden die herausragenden Leistungen beim cup stacking, Schubkarrenrennen, Spritzpistolenzielschuss, Minitischtennis, Fußball-Jonglieren und Disc Golf auch entsprechende Würdigung.

Der 7. Mitmachstand war eine besondere Überraschung für alle TFS-ler: Nagelneue Spielgeräte zur Bewegungsförderung waren Inhalt von zwei großen Spieletonnen und wurden vom Rotary-Club Wiesbaden feierlich als Spende übergeben und konnten sofort von den Schülerinnen und Schülern ausprobiert werden. Sie werden unsere Hofpausen zukünftig zu noch attraktiveren Bewegungspausen machen.

Spielwettbewerb Klassenwettbewerb
Jahrgang 5: Hütchen-Flip-Flop-Völkerball

1.  5b + 5e

3.  5a + 5f

5.  5c + 5d

Jahrgang 5: Rollerstaffel

1.  5e                          4.  5b

2.  5a                           5.  5f

3.  5c                           6.  5d

Jahrgang 6: Super-Flip-Flop-Völkerball

1.  6c

2.  6a

3.  6e

4.  6b

5.  6d

Jahrgang: Hindernisstaffel

1.  6a

2.  6d

3.  6e

4.  6b

5.  6c

Jahrgang 7: Fußballturnier

Jungen                     Mädchen

1.  7d                           7d

2.  7c                            7a

3.  7a                           7c

4.  7b                           7b

Jahrgang 7: Basketball-Biathlon-Staffel

1.  7b

2.  7d

3.  7a

4.  7c

 

Jahrgang 8: Fußballturnier

Jungen                     Mädchen

1.  8a                           8b

2.  8d                            8c

3.  8b                           8a

4.  8c                           8d

Jahrgang 8: Frisbee-Zielwurf

1.  8c

2.  8b

3.  8a + 8d

 

 

Jahrgang 9: Fußballturnier

Jungen                     Mädchen

1.  9a                           9a

2.  9c                            9c

3.  9b                          9b

4.  9e                          9e

Jahrgang 9: Boule-Zielwurf

1.  9e

2.  9a

3.  9c

4.  9b

 

Jahrgang E2: Fußballturnier

Jungen                     Mädchen

1.  E4                           E2

2.  E3                           E4

3.  E1                          E1

4.  E2                           E3

Jahrgang E: Boule-Zielwurf

1.  E3

2.  E4

3.  E1

4.  E2

 

Jahrgang Q2: Mister X

Personen-Suchspiel in der Innenstadt

 

Spiel- und Sportgerätespende für unseren Fit-und-Gesund-Bereich

Durch eine großzügige Spende der Rotarier – vertreten durch Herrn Dr. Gerd Weiss (Präsident des Rotary Clubs Wiesbaden), dem Beauftragten für das Sozialprojekt „gesundekids“ Herrn Uwe Stengert, ebenfalls aus dem Rotary Club Wiesbaden und Frau Dr. Link, unserer Vertreterin der „gesunden Kids“ – können wir pünktlich zu unserem Sport- und Spielefest in der TFS tolle neue Sport- und Spielgeräte für die Pause und den Sportbereich in Empfang nehmen.

 

Diese beinhalten Stelzen, zwei Spieletonnen mit unzähligen Spielgeräten für die Pause, u.a. Tischtennis- und Badmintonschläger, ein Schwungtuch, ein Balancierparkours und Sprungseile. Sie werden unser Konzept der bewegten Pause und den Ganztag komplettieren.

 

Die Schulleitung, Frau Petersen und Herr Hertrich, Herr Döring vom Förderverein, unser Sportbereich, Frau Müller-Ribaric und Frau Häcker vom Fit-und-Gesund-Bereich und vor allem unsere Schüler freuen sich sehr über die Spende im Wert von 1500 Euro.

 

Für die Schüler und Lehrer wurde auch ein leckeres gesundes Frühstück mit belegten Brötchen, Melone und Obststreuselkuchen angeboten.

Zeitzeuge ruft zu Toleranz und Menschenrechten für Frieden und Freiheit in Europa auf

Überlebender der Shoa berichtet Schülern aus der NS-Zeit.

Die Geschichtskurse der E-Phasen hatten am Montag, 24.06.2019, die einmalige Gelegenheit, einen Shoa-Überlebenden zu interviewen.

Der über 90 jährige Herr ist zur Zeit aus seiner Wahlheimat Kalifornien in Wiesbaden zu Besuch. Mit Wiesbaden verbindet ihn seine Kindheit und Jugend bis zum 14. Lebensjahr. Er verbrachte seine ersten Lebensjahre in einer Wohnung in der Weißenburgstraße, auch der Besuch eines Gymnasiums war ihm mit einem jüdischen Freund bis zum Tag nach der Reichspogromnacht 1938 möglich. Er erinnert sich noch heute an das Klirren des Glases, als er mit seiner Mutter tagelang das zerstörte Ladengeschäft aufräumte, der Vater war zu dieser Zeit zum ersten Mal im KZ. Der Weitsicht und der Entschlossenheit seiner Eltern hatte er es zu verdanken, dass er schon im Winter 1940 mit einem humanitären Kindertransport nach Schweden in Sicherheit gelangte und überlebte. Beide Eltern und die Großmutter wurden jedoch in den KZs Theresienstadt und Auschwitz ermordet. Auch seine Schwester konnte zu Verwandten in die USA entkommen, hier fand auch er 1948 seine neue Heimat.

Im Interview konnten die Schülerinnen und Schüler auch persönliche und aktuelle Fragen stellen, z.B. warum er seinen ursprünglichen Namen änderte (unaussprechlich für Schweden und Amerikaner). Sehr bewegend war auch sein Appell an die heutige Jugend, jederzeit für Menschenrechte und Toleranz einzustehen. Auch für die begleitenden Lehrkräfte Frau Eifert, Frau Pohlen und Frau Venn war es ein beeindruckendes Gespräch.

 

Abschließend die Meinung einer Schülerin:

Ich war sehr bewegt von Paul Kester und seiner Geschichte. Es ist einzigartig, durch persönliche Erzählungen lebender Personen über die Zeit im 2. Weltkrieg neue Eindrücke zu gewinnen, und trotzdem ist es traurig zu hören, wie er seine Eltern seinerzeit in Auschwitz verlor und Deutschland erst zur Nachkriegszeit in Trümmern wiedersah.

Er verdient großen Respekt, für seine Kraft, sein selbstständiges Leben ohne Eltern, für die damals herrschende Ungerechtigkeit, die er ertragen musste, wie Millionen andere auch, für seine Erinnerungen, schlichtweg für sein Leben in dieser Zeit. Und gerade für seinen Appell an uns, nicht zu hassen, zu tolerieren und unsere Freiheit und unseren Frieden zu schätzen und immer zu bewahren.

Auch aufgrund dessen behauptet er von sich als immigrierter Amerikaner, lebend in Kalifornien, Demokrat und Gegner Trumps zu sein, als ich ihn nach seiner Meinung zu seinem Präsidenten fragte.

Es ist eine Ehre und besondere Möglichkeit, einem Zeitzeugen zu begegnen und ihm zuzuhören. Er hatte viel Glück und ein sicheres Leben in seinem Zufluchtsland Schweden, auch wenn ihm seine Familie und eine richtige, glückliche, behütete Kindheit genommen und verwehrt worden waren. Es sind die Geschichten dieser Personen, die uns alle daran erinnern sollten, dass Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz jeglicher Art falsch sind und wir gut aufpassen müssen, was wir während der Zeit, in der wir die Politik mitbestimmen, tun.“

(Maja Neumann, Klasse E 01; Frau Eifert, Fachsprecherin Geschichte)