„Nightmare – Du bist nicht allein“ feiert Premiere im Kino

Der 16.06. war für unsere Schule ein besonderer Tag: Im Wiesbadener Kino Arkaden wurde der Kurzfilm „Nightmare – Du bist nicht allein“ erstmals vor großem Publikum präsentiert. Der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eltern, Lehrkräfte sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9 waren gekommen, um die Premiere unseres Filmprojekts mitzuerleben.

Im Mittelpunkt des Films steht das Thema Mobbing. Dabei geht es nicht darum, mithilfe des Filmprojekts Antworten oder Lösungen vorzugeben. Vielmehr möchte der Film Einblicke in eine Problematik ermöglichen, die viele Jugendliche beschäftigt und die auch im Schulalltag eine wichtige Rolle spielt.

Nach der Begrüßung durch die betreuende Lehrkraft Frau Franze wurde zunächst die Entstehung des Projekts gewürdigt. Neben dem Produzenten Joél Sansi sprachen Vertreterinnen des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen, des Förderprogramms „Kunstvoll“ sowie des Kinder- und Jugendtelefons, das das Projekt als Sponsor begleitet hat. In ihren Redebeiträgen hoben sie das Engagement der Jugendlichen hervor und betonten die Bedeutung solcher Projekte, die jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich kreativ mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen. Das Kinder- und Jugendtelefon verwies dabei auf ihre Arbeit mit jungen Menschen und machte deutlich, wie präsent das Thema Mobbing tagtäglich in ihren Beratungen ist. Umso größer sei die Wertschätzung für den Mut und die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Schülerinnen und Schüler diesem Thema gewidmet haben.

Anschließend begann die Vorführung des rund 40-minütigen Films, an dem in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet worden war. Entstanden ist „Nightmare“ in zwei Wahlpflichtkursen des Jahrgangs 9. Insgesamt wirkten 31 Schülerinnen und Schüler mit – als Schauspielerinnen und Schauspieler vor der Kamera sowie in den Bereichen Regie, Kamera, Ton, Organisation und Produktion hinter den Kulissen.

Dass das Ergebnis so überzeugend geworden ist, liegt nicht zuletzt an der großen Arbeit, die hinter dem Projekt steckt. An insgesamt sieben Drehtagen, teilweise von früh morgens bis in die Abendstunden und sogar an Wochenenden, wurde gedreht. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei nicht nur schauspielerische Grundlagen kennen, sondern erhielten auch praktische Einblicke in die Planung und Organisation einer Filmproduktion.

Hinter dem Film steckt weit mehr als die Arbeit an einem Drehbuch oder einer Kamera. Er zeigt, welche Chancen kulturelle Bildung eröffnet. Schülerinnen und Schüler können eigene Themen sichtbar machen, neue Fähigkeiten entdecken und gemeinsam etwas schaffen, auf das sie stolz sein können. Genau diese Erfahrungen stehen im Mittelpunkt unseres Profils Darstellendes Spiel als Schule der kulturellen Bildung.

Im Anschluss an die Vorführung hatten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Gelegenheit, der Filmcrew Fragen zu stellen. Das Interesse war groß: Wie lange dauert eigentlich der Schnitt eines solchen Films? Wie bereitet man sich auf emotionale Szenen vor? Und wie geht man persönlich mit einem so ernsten Thema um? Offen berichteten Joél Sansi und die Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen während der Dreharbeiten und gewährten spannende Einblicke hinter die Kulissen. Für einen Schmunzler sorgte dabei die Antwort auf die Frage, wie die Hauptdarstellerin besonders bewegende Szenen umsetzen konnte: Neben schauspielerischem Talent half auch Kochsalzlösung nach.

Die positive Resonanz des Publikums zeigte eindrucksvoll, wie sehr der Film die Zuschauerinnen und Zuschauer bewegte. Umso erfreulicher ist es, dass Nightmare – Du bist nicht allein“ künftig an Schulen in ganz Deutschland gezeigt werden soll und damit viele weitere junge Menschen erreichen kann.

Wer nun selbst Lust bekommen hat, einmal Filmset-Luft zu schnuppern, bekommt schon bald wieder die Gelegenheit dazu. Auch im kommenden Schuljahr wird es im Wahlpflichtunterricht erneut die Möglichkeit geben, gemeinsam einen eigenen Film zu entwickeln und zu produzieren.

Unser abschließender Dank gilt Frau Franze, die das Projekt über viele Monate hinweg begleitet und koordiniert hat, sowie dem Produzenten Joel Sansi und seine Crew sowie die Jepa Production, die die Schülerinnen und Schüler mit seiner ihrer Expertise unterstützt haben. Ebenso danken wir allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihren außergewöhnlichen Einsatz vor und hinter der Kamera. Nicht zuletzt gilt unser Dank den Sponsoren und Förderern des Projekts, deren Unterstützung diese besondere Erfahrung überhaupt erst möglich gemacht hat. Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, dass aus einer Idee ein Film wurde, der weit über die Grenzen unserer Schule hinaus Wirkung entfalten kann.

Danke an:

Malermeister GiRo
G&R Heizung Sanitär
KARABAU GmbH
KARA
Databau
Kegon
Naspa
Studio Tonmeister
KJT – Kinder- & Jugendtelefon
handundfussdesign
Moritz Kebap Haus
Hala’s Backstube
indievisuals
Stiftung Bildung
Kulturamt Wiesbaden
Kunstvoll
Freunde und Förderer der Theodor-Fliedner-Schule e.V.