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„Sequimini in Augustam Treverorum!“ – Folgt uns ins antike Trier!

Studienfahrt der Lateinkurse im Jahrgang 9

Am 23. April fuhren die beiden Lateinkurse des Jahrgangs 9 für zwei Tage nach Trier.

Nachdem wir dort gegen Mittag angekommen waren, sind wir in die Innenstadt zur Porta Nigra gelaufen, dem alten römischen Stadttor. Dort hatten wir eine aufregende Führung von zwei Schauspielern, die uns nicht nur herumführten, sondern uns auch sehr viel Historisches über das Tor und die römische Kultur erklärten. Danach sind wir zum Dom und haben uns das Bauwerk nicht nur von außen angeschaut, sondern sind auch hineingegangen; es stand uns frei zur Verfügung, uns alles anzusehen. Zum Abschluss haben wir uns noch die Konstantin-Basilika angeschaut, den ehemaligen Palast der weströmischen Kaiser.

Da wir alle Referate über ein Thema vorbereiten mussten, erhielten wir immer viele geschichtliche Informationen, die es sehr interessant machten, diese Bauwerke zu besichtigen. Abends sind wir zurück zu unserem Hotel gelaufen und haben alle zusammen Pizza gegessen.

Auch der nächste Tag war nicht weniger spannend, denn wir besuchten die Kaiserthermen und hörten dort ebenfalls Referate von Mitschülern. Anschließend durften wir uns auf dem Gelände und auch in den vielen unterirdischen Gängen umschauen, die zur Beheizung der antiken Thermen dienten. Wie auch am Vortag hatten wir Zeit zur freien Verfügung, in der wir die Stadt selbständig erkunden durften.

Im Amphitheater erlebten wir einen sehr spannenden Vortrag und durften anschließend ausprobieren, wie es sich anfühlen würde, dort als Gladiator zu kämpfen. Zuerst wurde uns auf sehr aufregende Art etwas über die römische Zeit und die Entstehung der Gladiatorenkämpfe erzählt. Dabei durfte immer wieder einer von uns nach vorne kommen, um die besprochenen Sachen einmal auszuprobieren, wie etwa einen Helm aufzuziehen oder jemanden mit einem Schwert anzugreifen. Dann sind wir runter in die Arena und durften mit Schilden, Schwertern und Netzen ausprobieren, wie es wäre, selber zu kämpfen.

Obwohl die Fahrt nur zwei Tage lang war, haben wir viele spannende und beeindruckende römische Bauwerke gesehen, aber auch interaktive, lustige und interessante Führungen erhalten. Alles in allem war es eine tolle Kursfahrt mit vielen neuen Eindrücken.

Carla Winterhalter, Klasse 9 a

Neuer Großsponsor für kulturelle Bildung

Die Johannes-Alexander-Schroth-Stiftung https://www.johannes-alexander-schroth-stiftung.org/aktuelles/

hat uns eine großzügig finanzielle Unterstützung der kulturellen Bildung an der TFS zugesagt. Die Spende von 10.000 € wird im neuen Schuljahr 2025/26 in das Projekt Hand.Werk.Kultur fließen. Mithilfe dieser enormen Förderung, die den Schülerinnen und Schülern der zukünftigen Jahrgangsstufe 8 zugute kommt, kann ein Großteil der Ausgaben für schulexterne Experten und Material finanziert werden. Wir freuen uns sehr, dass wir auf dieser Grundlage weiter innovative Formen kultureller Bildung realisieren können.

Theodor-Fliedner-Schule: Berufsorientierung im Fokus

Dass wir am 24.03. an der Theodor-Fliedner-Schule hohen Besuch erwarteten, war kein Zufall. Der Minister für Kultus, Bildung und Chancen des Landes Hessen, Armin Schwarz und der Leiter der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit, Dr. Frank Martin, hatten sich unser Gymnasium bewusst ausgesucht, um auf die bundesweite “Woche der Ausbildung” vom 24. bis 28. März aufmerksam zu machen.

Unser neuer Schulleiter Herr Dr. Alexander Begert eröffnete die Veranstaltung, indem er die Gäste begrüßte und betonte, dass Schule auf das Leben vorbereite und deswegen die Angebote zur Berufsorientierung so wichtig seien. Nachdem er auch die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit lobte, die mit Frau Helmig regelmäßig an der TFS vertreten ist, übergab Dr. Begert das Wort an den Minister.

„Eine fundierte Ausbildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn. Wir müssen unseren Jugendlichen die bestmöglichen Startbedingungen bieten und ihnen die Relevanz einer dualen Ausbildung näher bringen. Ich begrüße die „Woche der Ausbildung“ als hervorragende Möglichkeit diesen Dialog zu intensivieren“, so Schwarz.

„Die Schule, die sich durch ihr engagiertes Berufsorientierungsprogramm auszeichnet, wird zur Woche der Ausbildung ein zentraler Ort. Er zeigt die erfolgreiche Zusammenarbeit von Ministerium und Schule sowie der Arbeitsagentur mit deren Berufsberatern und den Schulkoordinatoren.“ (Zitat aus der Pressemitteilung der Agentur für Arbeit)

Im Verlauf der Veranstaltung zeigten die Schülerinnen und Schüler der Schule anhand ausgewählter Bausteine, wie das schulinterne Curriculum der Studien- und Berufsorientierung praktisch und praxisnah umgesetzt wird. Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 berichteten von ihren Erfahrungen während des einzigartigen Projekts Hand.Werk.Kultur. – Wir gestalten Schule (mehr dazu hier: Hand.Werk.Kultur ) und von ihrem Besuch der Ausbildungsmesse der Industrie und Handelskammer.

Im Anschluss daran präsentierten Schülerinnen der E-Phase ihre Praktikumsdokumentationen mittels neuer digitaler Medien. In Form von Videos und Podcasts erhielten die Teilnehmenden einen lebendigen Einblick in die neuen Möglichkeiten der Dokumentation.

Die Veranstaltung wurde im Wechsel von unseren beiden Schulkoordinatoren für Berufsorientierung, Christine Ladebeck und Dominik Kauer, im Team mit unserer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, Anja Helmig, moderiert. Auch an dieser Stelle wurde die gelungene Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitsagentur sichtbar.

„Die Zusammenarbeit mit der Theodor-Fliedner-Schule ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich Berufsorientierung umgesetzt werden kann“, kommentiert Dr. Martin.

Im Anschluss an die Präsentation erhielten alle Gäste die Möglichkeit miteinander in einen persönlichen Austausch zu treten. Hieraus ergaben sich lebhafte Gespräche.

Ein großes DANKESCHÖN an die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 und das E-Team für die aktive Teilnahme an der Veranstaltung!

Wie ist es blind zu sein?



Wie ist es, wenn man plötzlich nichts mehr sieht? Wie kann man Alltagssituationen ohne den wichtigen Sinn des Sehens bewältigen? Diese Fragen konnten wir, die 11. Klasse (E04) gemeinsam mit unserem Tutor Herrn Sandmann, am Donnerstag den 6.3.25 hautnah erleben. Wir wurden vom Kulturamt Wiesbaden mit einem wichtigen Projekt für Inklusion in Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Blindenverein ProRetina beauftragt. So ist es unsere Aufgabe, eine Audiodeskription für die Dauerausstellung unseres Stadtmuseums am Markt (sam) zu erstellen, um die Barrierefreiheit zu erhöhen und somit die Teilnahme am kulturellen Leben für blinde Menschen zu verbessern.

Um selbst zu erfahren, wie es ist, blind zu sein, haben wir, gefördert durch das Kulturamt Wiesbaden, einen Ausflug in das Dialogmuseum in Frankfurt unternommen. Hier haben wir eine Stunde in vollständiger Dunkelheit verbracht und uns mit Hilfe eines blinden Guides und Blindenstöcken durch Alltagssituationen wie das Überqueren einer Straße oder einen Waldspaziergang gekämpft.
Als das Licht ausging hat man sofort gemerkt, wie sich die anderen Sinne wie der Tastsinn und das Hören verschärft haben. Dank dieser anderen Sinne und viel Kommunikation untereinander konnten wir uns gegenseitig relativ gut zurechtfinden. Dennoch war es ziemlich schwierig und auch anstrengend, nichts sehen zu können und wir waren im Nachhinein ziemlich überwältigt von den gesammelten Eindrücken.

Wir sind dem Dialogmuseum Frankfurt sehr dankbar, dass sie unser Projekt unterstützen und uns anschließend ein vertiefendes Gespräch mit einem Guide zum Thema Audiodeskription ermöglicht haben. Nun verstehen wir etwas besser, was für blinde Menschen wichtig ist!

Von Louisa, Mia, Henry und Emilia aus der E04