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Ausgezeichnet: Theodor-Fliedner-Schule ist Verbraucherschule

Die Theodor-Fliedner-Schule kann sich erstmals über die Auszeichnung Verbraucherschule in der Kategorie Bronze freuen. Die Auszeichnung wird vergeben vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie ehrt Schulen, die Kindern und Jugendlichen lebensnah vermitteln, wie sie souverän und informiert mit den Herausforderungen des Alltags umgehen – sei es beim Thema Finanzen, Ernährung, nachhaltiger Konsum oder Medien.

Die Theodor-Fliedner-Schule ist eine von 65 ausgezeichneten Verbraucherschulen bundesweit. Sie überzeugte die Jury mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten, von denen die meisten im Bereich der Nachhaltigkeit angesiedelt sind. So wurden beispielsweise im Jahrgang 8 Erklärvideos gedreht, die sich mit globalen Umweltproblemen beschäftigen, der Jahrgang 5 stellte selbst Samenbomben her, um auf dem Schulgelände eine Schmetterlingswiese entstehen zu lassen und vor den Sommerferien wurden einige Klassen in der näheren Umgebung aktiv und haben Müll gesammelt. Seit kurzem gibt es in den Jahrgängen 5 und 6 außerdem in jeder Klasse zwei Energiesprecher, die sich aktiv für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Schulalltag einsetzen.

Schulleiterin Karin Petersen betont, wie wichtig schulische Verbraucherbildung ist: „Verbraucherbildung vermittelt Alltagswissen insbesondere für Heranwachsende, die es lernen müssen, sich eigenverantwortlich und selbstbestimmt in einer Gesellschaft voller Herausforderungen zurecht zu finden; in diesem Lernprozess benötigen sie Orientierungshilfen. Für mich ist Schule der Ort, an dem Lehrerinnen und Lehrer in ihren jeweiligen Fächern Sequenzen zur Stärkung der Verbraucherkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler in ihren Unterricht integrieren können. Ein Engagement, das sehr lohnenswert ist, weil wir damit unsere Schülerinnen und Schüler darin stärken, ihren Alltag bewusst zu gestalten.“

Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer digitalen Veranstaltung am 3. März 2022 offiziell überreicht.

Abgebildete Personen (von links nach rechts): Frau Müller-Ribaric, Frau Petersen, Frau Nikolic, Frau Daud, Herr Schweigert    (Foto: Anton Trexler)

Förderung durch den Fonds der Chemischen Industrie (FCI) erhalten!

Die Diffusion von Ammoniak – Ein Projekttag der E-Phase

Anfang Januar ging die E-Phase E03 der Theodor-Fliedner-Schule unter Leitung von Herrn Philipp Meyer in einem Projekttag der Frage nach, wie schnell Ammoniak in Luft diffundiert (lat. diffundere = verteilen). Ausgangspunkt der Überlegungen war die Fragestellung, wie lange Ammoniak, ein bei Düngung frei werdendes Gas, benötigt, bis es sich im Schulgebäude verteilt hat. Landwirtschaftlich genutzte Felder befinden sich direkt hinter der Theodor-Fliedner-Schule. 

Die Schülerinnen und Schüler untersuchten in Gruppen die Diffusion von Ammoniak in Luft in einem von Herrn Meyer entwickelten Experiment, für das er im letzten Jahr beim Wettbewerb für innovative MINT-Unterrichtsideen bundesweit den 1. Platz unter allen eingereichten MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) – Unterrichtsstunden in Berlin erhielt. Im Experiment macht er sich die basischen Eigenschaften des Ammoniaks zunutze, durch die sich ein feuchtes pH-Indikator-Papier bei Kontakt blau verfärbt. Der Diffusionsfortschritt wird hierdurch ablesbar und quantifizierbar.

Ausgestattet mit Tablets filmten die Schüler gruppenweise den Versuch, um ihn anschließend angeleitet im Computerraum der Schule mittels Tabellenkalkulationsprogramm auszuwerten.  Berechnungen mit der hierbei gefundenen „Diffusionskonstante“ offenbarten, dass die Diffusion nicht der dominierende Prozess bei der Verteilung des Güllegases im Schulgebäude sein kann: Die Reichweite von Diffusion ist nur äußerst kurz. Sie spielt allen voran z.B. in Tier- und Pflanzenzellen, wo kurze Distanzen zurückgelegt werden müssen, eine entscheidende Rolle. Für den Transportprozess über größere Distanzen ist hingegen maßgeblich Konvektion verantwortlich, wie den Schülerinnen und Schülern im Anschluss experimentell bewiesen wurde.

Die weiterführende Frage, wie sich der Güllegeruch und damit verbunden der Nährstoffverlust im Boden überhaupt verhindern lassen, wurde ebenfalls beantwortet: Hierzu wurde der Stickstoffkreislauf behandelt und das v.a. in Dänemark genutzte innovative Verfahren der Ansäuerung von Dünger fachlich ausgewertet.

Für die Umsetzung des Projekts erhielt die Theodor-Fliedner-Schule nun 500 Euro vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) im Rahmen des Wettbewerbs „DigiChem – Digitalisierung im Chemieunterricht in der Sekundarstufe II“, an dem Herr Meyer mit seiner Projektidee in der ersten Runde erfolgreich teilnahm. Die erfolgreiche Teilnahme an der zweiten Runde verspricht der Schule sogar ein Preisgeld von 1500 Euro – auch an dieser zweiten Runde wird Herr Meyer teilnehmen.

Die Theodor-Fliedner-Schule wünscht ihm hierbei viel Erfolg. 

Die Theodor-Fliedner-Schule erhält das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“

Der 03.02.22 war für die Theodor-Fliedner-Schule ein ganz besonderer Tag: Sie wurde mit dem Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ ausgezeichnet. Im feierlichen Rahmen überreichte Frau Kleinwächter im Auftrag des Hessischen Kultusministerium die Urkunde an die Schulleitung und den Arbeitskreis „Fit und Gesund“. 

Abgebildete Personen von links nach rechts: Frau Kleinwächter, Frau Müller-Ribaric, Frau Petersen, Herr Stelzer, Herr Koch, Frau Häcker, Frau Kämmerer, Herr Schweigert 

Die Gesundheitsförderung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte hat an der TFS bereits seit dem Jahr 2009 einen hohen Stellenwert. So konnte die Schule in den vergangenen Jahren die Teilzertifikate Ernährung und Konsum, Bewegung und Wahrnehmung, Sucht- und Gewaltprävention sowie Lehrkräftegesundheit erwerben. 

 
Frau Kleinwächter betonte in Ihrer Ansprache, welche Vielzahl gesundheitsfördernder Projekte und Elemente den Schulalltag der TFS bereits ganz selbstverständlich prägen und wie die Schülerinnen und Schüler von diesen profitieren. So ist das Gesamtzertifikat sichtbarer Ausdruck und Bestätigung eines bereits gelebten Konzepts.