Archiv der Kategorie: Oberstufe

“Venimus, vidimus, vicimus!”

„Wir kamen, wir sahen, wir siegten!“ (frei nach Caesar)

Erste Latinumsfeier an der TFS im Juli 2015

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Am letzten Schultag des Schuljahres 2014/15 versammelten sich in der 2. Stunde in gespannter Erwartungen die Lateinschüler/innen der Einführungsphase:

In einer kleinen Feierstunde wurde symbolisch ihr Erwerb des sog. Latinums gewürdigt. Diese noch immer wichtige Zugangsvoraussetzung für zahlreiche Studiengänge erhalten Lateinschüler/innen, wenn sie nach fünf Jahren Latein das letzte Halbjahr der E-Phase mit mindestens 5 Notenpunkten abschließen. Offiziell wird dies erst zwei Jahre auf dem Abiturzeugnis bescheinigt.

Dennoch hielten die beiden Kurslehrer, Frau Matthees-Hadeler und Herrn Sarumbo, es für wichtig, diese besondere Leistung zeitnah mit den Schülerinnen/ Schülern in einem besonderen Rahmen zu feiern.

In einer Power-Präsentation hielt Frau Matthees-Hadeler, welche die meisten Schüler/innen seit der 6. Klasse begleitet hat, zu Beginn einen Rückblick auf die letzten fünf Jahre Lateinunterricht. Besonders die Fotos von den jährlichen Exkursionen lösten viel Gelächter aus: Bei den ersten Fotos herrschte oft Rätselraten, wer denn damals so ausgesehen haben könnte.

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Daran schloss sich eine launige Rede der Schülerin Natalie Müller aus der Klasse E03 an, die ihren ganz persönlichen Rückblick auf die letzten Lateinjahre hielt und mit ihm viel zustimmendes Kopfnicken und Lachen erntete.

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Danach gab es einen weiteren Höhepunkt – eine Filmpremiere! Im Rahmen eines Kreativprojekts hatten die Schüler/innen Emily Grund, Ramona Ackermann, David und Sarah Hauslauer (E03/ E04) die Liebestipps der „Ars Amatoria“ (Liebeskunst) des römischen Dichters Ovid filmisch in die heutige Zeit transportiert. Diese zeitintensive Produktion fand bei ihren Mitschülern viel und vor allem anerkennenden Beifall.

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Den Abschluss bildete schließlich die symbolische Vergabe der Latinumsurkunden zusammen mit einem Siegeskranz aus Efeu. Hierbei wurde die Schülerin Pauline Hönig (E03) von Frau Matthees-Hadeler als Jahrgangsbeste im Fach Latein mit einem Buchpreis ausgezeichnet.

Den Ausklang bildete einer kleiner „Sektumtrunk“: Hierbei möchte ich mich besonders bei Anna Zielke, Jonas Muth und Leon Kremer (Lateinschüler/in der Klasse 7 e) bedanken, welche die Aufgabe der Bewirtung übernommen haben.

Die Rückmeldungen der Schüler/innen haben gezeigt, dass es eine rundum gelungene und schöne Feier für alle Beteiligten war. Den scheidenden Lateinschülern wünschen wir für die nächsten zwei Jahre bis zum Abitur alles Gute und freuen uns, dass zwölf Schüler/innen so mutig sind, in der Q-Phase einen Lateingrundkurs zu belegen.

(Frau Matthees-Hadeler, Lateinlehrerin E03/E04)

 

Konzertbesuch des Musikkurses der E-Phase in der Alten Oper Frankfurt 

Bildschirmfoto 2015-06-17 um 09.54.43Am 15. Januar 2015 besuchte der Musikkurs der E-Phase an der Theodor-Fliedner-Schule, Gymnasium der Stadt Wiesbaden, die Alte Oper Frankfurt. Es spielte das hr-Sinfonieorchester, dirigiert vom Gastdirigenten Julian Kuerti. Einen Teil der Werke hatten wir bereits im Vornherein im Musikunterricht bei Frau Baron und Herrn Jung besprochen, so dass wir einige Stücke im Konzert wiedererkennen konnten oder zumindest wussten, worauf wir zu achten hatten.

Das orientalisch wirkende Programm beinhaltete „Ma mere l’oye“ von Maurice Ravel, „Ein Konzert für Streichorchester und Guzheng“ von Tan Dun und „Scheherazede“ von Nikolaj Rimskij. Vor jedem Stück gab es zusätzlich eine kurze hilfreiche Einführung durch eine Konzertpädagogin, die einem Überblick verschafft hat. Dabei forderte sie entweder die Musiker auf, einzelne Passagen zu spielen oder bat den Dirigenten Herrn Kuerti, uns auf Besonderheiten seines Dirigats, des Stücks oder seiner Vorgehensweise aufmerksam zu machen. Dieser tat es auf sehr charmante, gut nachvollziehbare Weise und begeistere damit einzelne Zuhörer bereits.

Mit den sanften Klängen der französischen Märchen begann das Konzert. Die vier verschieden Geschichten „Dornröschen“, „Der kleine Däumling“, „Laideronette“ und „Die Schöne und das Biest“ waren musikalisch so umgesetzt, dass man sich die Figuren und Situationen bildlich vorstellen konnte. Den fünften und letzten Satz von „Ma mere l’oye“ bildete Ravels „Der Feengarten“, welcher einen dramatischen Höhepunkt bot.

Im Gegensatz zu „Laideronette“ stammt „Ein Konzert für Streichorchester und Guzheng“ wirklich aus China. Tan Duns schwungvolle und orientalische Komposition stellte den Mittelpunkt des Abends dar. Die Streicher begleiteten die begabte Solistin Yuan Li, die die Guzheng  mit Anmut und großem Können spielte.

Die Sinfonische Suite „Scheherazade“ nach den Märchen aus „1001 Nacht“ bildete den Schluss des Konzertes. Die Musik wurde zwischen den dynamischen Klängen der Instrumente waren immer wieder Motive des Sultans und der Scheherazade zu erkennen.

Obwohl sich der Abend zwischenzeitlich leicht in die Länge zog, war er ein voller Erfolg und endete schließlich mit donnerndem Applaus und Begeisterung der verzauberten Zuhörer.

Mir persönlich gefiel „Der Feengarten“ am besten. Die Töne vermittelten das Gefühl inmitten eines wunderschönen Films mit großem Happy End zu stecken. Außerdem fand ich es sehr unterhaltsam und amüsant, dass die Musiker während „Ein Konzert für Streichorchester und Guzheng“ immer wieder aufgestampft oder wild durcheinander gerufen haben.

Ich würde ein solches Konzert allen meinen Freunden weiterempfehlen, die ebenfalls interessiert an Musik und Kultur sind, und mich sehr auf einen weiteren Besuch im hr-Sinfonieorchester freuen.

(Eva Lohn)