„Was macht eigentlich das BKA?“

Wie unterscheidet sich die „Operative Fallanalyse“ vom „Profiling“? Wie wird im Darknet ermittelt? Womit beschäftigen sich Kriminaltechniker*innen und Personenschützer*innen?

Wie laufen Ermittlungen im Bereich organisierte Kriminalität und islamistischer Terrorismus?

Welche Berufsmöglichkeiten bietet das BKA außerhalb der operativen Bereiche, wie etwa in Bildung, Forschung und zentraler Verwaltung?

Antworten auf all diese Fragen bekamen die Schüler*innen der TFS am Freitag, dem 21.05.2021, während eines digitalen Schulinformationstages des BKA. Diese Veranstaltung wurde unserer Schule in diesem Jahr erstmalig in einem zukunftsweisenden virtuellen und interaktiven Format vom BKA angeboten und erfolgreich durchgeführt. Den Schüler*innen wurde damit ein weitreichender und interessanter Einblick in die vielfältigen Aufgaben und in die verschiedensten Abteilungen des BKA gewährt.

Im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung in Zeiten von Corona, standen an diesem Tag auch  Fragen zur eigenen beruflichen Perspektive und zu den beruflichen Möglichkeiten, die das BKA bietet, im Mittelpunkt.

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Erstes Kulturcafé der Q-Phase

Am frühen Abend des 13. Juni 2019 fand unser erstes Kulturcafé statt.

Die Idee dahinter: Jeder Schüler und jede Schülerin belegt in der Oberstufe ein künstlerisch-musisches Fach. Aber was das genau bedeutet, ist bisher nicht unbedingt jedem klar gewesen.

Mit dem Kulturcafé zeigt die Q1/2 nun jährlich einen kleinen Ausschnitt der Ergebnisse aus einem Jahr ihres künstlerisch-musischen Faches.
In diesem Jahr präsentierten zwei unserer DS-Kurse ihre Ergebnisse. Bereits die Titel „Mensch ist Mensch – Den Klischees auf der Spur“ und „Bar der Träume“ zeigen auf, wie vielfältig der Unterricht in Darstellendem Spiel ist. Die Ergebnisse des Kunstkurses wurden in einer Ausstellung gewürdigt: Plakate für die Veranstaltung zum Thema „Traum“, aber auch Fotografien nach Slinkachu und weitere Ergebnisse wie Linolschnitte und Fotomontagen wurden ausgestellt. Der Musikkurs vervollständigte den Abend mit musikalischer Untermalung.
Alle Beteiligten sehen das Pilotprojekt „Kulturcafé“ als sehr gelungen an und freuen sich auf das kommende Jahr, wenn es in die nächste Runde gehen wird.

(Die künstlerisch-musischen Fächer: Darstellendes Spiel, Kunst, Musik)

 

Junges Konzert – Leben, überleben für die Musik

Ein grandioser Konzertabend mit Schülern der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks begeistert Zuschauer in der Alten Oper Frankfurt.

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Und oft im Ohr des Zuhörers. Was das Publikum am Mittwochabend in der Alten Oper zu hören bekommt, galt Josef Stalin und seinen Getreuen vor 80 Jahren als Kniefall des Komponisten: die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Aber denen, die verstehen, gilt das pompöse Finale als „Triumph für Idioten“. Fest steht: Wie drei junge Leute aus der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule auf der Bühne durch das berühmte Werk führen – das ist ganz große Klasse.

konzert

„Sagt mal: Wer von euch ist eigentlich freiwillig hier?“, fragt Fabian Lieberum am Anfang frei heraus. Das Publikum im ordentlich gefüllten Großen Saal reckt die Arme – aber unter Gelächter. Manche werden wohl schon unter sachtem Druck der Lehrer hergekommen sein, drückt Fabians ironischer Blick aus, und genauso gucken Luisa Sagliano und Shajan Sepanlou.

Die drei gehören zum Musikkurs des Fliedner-Gymnasiums, in dieser Saison „Spielzeitschule“ des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks (HR), gemeinsam mit der Frankfurter Musterschule. Das heißt: Die Schüler erarbeiten sich ein Musikstück, und zwar durch Zuhören, durch Gespräche und im historischen Kontext. Ein halbes Jahr lang haben sie schon mit ihren Lehrerinnen Nathalie Baron (Musik) und Bettina Pohlen (Geschichte) daran gearbeitet. Eine Dokumentation wird ab Mai auf den HR-Internetseiten zu sehen sein.

Aber wo wir gerade beim Druck auf die Schüler waren: Noch viel stärker unter Druck, sagt Conferencier Fabian, dürfte sich Schostakowitsch gefühlt haben, damals, 1937, als er neben Stalin saß und ihm seine Sinfonie vorführte. Für den Komponisten ging es um Leben und Tod, das vermitteln die drei gemeinsam mit dem Orchester. Bald lässt sich in der Musik mitfühlen, wie der Russe auf ganz schmalem Grat wandelt, zwischen Gefälligkeit für den Despoten und Anspruch an die eigene Kunst.

Immer wieder Szenenapplaus

Shajan Sepanlou hört aus dem 3. Satz der Sinfonie heraus, wie Schostakowitschs Jugendliebe in einer Kutsche vorüberfährt. Luisa Sagliano lässt das Orchester eine weitere Stelle anspielen, unsagbar sanft, und dann trägt die Schülerin selbst einen großen Moment zum Konzert bei: völlige Stille, dann der Seufzer ins Mikrofon – „haach …“

Szenenapplaus untermalt den Abend immer wieder. Es ist ein wundervoller Abend, mit einem fabelhaften Musikstück, einem grandiosen Orchester, drei pfiffigen und sympathischen Moderatoren. Sie interviewen den Schlagzeuger Andreas Hepp („wir sind hier das Salz in der Suppe“) und Ricarda Bard-Bäumer am Tasteninstrument Celesta, die „die letzten drei Atemzüge“ spielt, laut Partitur „sterbend“.

Anschließend erklärt Dirigent David Afkham in einer kleinen Gesprächsrunde, wie die Musiker sich in eine solche Sinfonie einfühlen – und warum das wichtig ist: „Ich glaube an die Kraft der Musik, sie hilft uns, zu wachsen und Sensibilität zu entwickeln. Die Noten sind schwarze Tinte auf Papier. Aber was bedeuten sie heute?“ Für Pejman Jamilpanah bedeuten sie so viel: Er flüchtete ihnen zuliebe aus dem Iran, wo seine Musik zensiert wurde. „Als Kind habe ich mir selbst eine Gitarre mit drei Saiten gebaut“, erzählt er. Jetzt ist Jamilpanah Mitglied des interkulturellen Projekts „Bridges“ und baut zum Abschluss des Abends eine Brücke aus dem Jahr 1937 ins Hier und Jetzt: Überleben für die Musik.

Man müsse schon „ein kompletter Trottel sein“, um den Zwang aus seiner 5. Sinfonie nicht herauszuhören, steht in den Memoiren Schostakowitschs. So gesehen, werden die Fliedner-Schüler und ihr Publikum nie wieder Trottel sein.

Eine ausführliche Besprechung des Konzerts (zu hören auch im Video-Livestream unter hr-sinfonieorchester.de am Freitag) folgt im FR-Feuilleton nach einer weiteren Aufführung.

Erscheinungsort und -datum: Frankfurter Rundschau vom 3.02.2017

Autor

Thomas Stillbauer

Redakteur, Frankfurt/Rhein-Main

 

Schüler der Theodor-Fliedner-Schule machen Politik! Gulsher Khan und Furkan Arslan (Q2) wurden ins Jugendparlament Wiesbaden gewählt.

Das Jugendparlament ist ein offizielles Gremium der Stadt Wiesbaden. Als Jugendparlament machen wir uns stark bei jugendrelevanten Themen in der kommunalen Politik und arbeiten dabei eng mit dem Stadtparlament zusammen. Das Jugendparlament hat jedoch nur eine beratende Rolle, das heißt, Beschlüsse einreichen können wir nicht, dennoch ist das Jugend-parlament wichtig für unsere Stadt. Denn nur mit uns haben die Jugendlichen in Wiesbaden eine Stimme.

GK und FA
Gulsher Khan und Furkan Arslan (beide Q2)

Wir sind Schüler der Theodor-Fliedner Schule und das Jugendparlament haben wir schon längere Zeit auf dem Schirm gehabt. Als wir dann Ende 2015 mit unserem Politik und Wirtschaftskurs über das Jugendparlament sprachen, wurde uns sofort klar: „Das wollen wir machen“. Der Start war gelegt. Bewerbung ausfüllen, ab zur Post und warten war die Devise. Lange hat es nicht gedauert und die Wahl stand vor der Tür. Wir waren sehr begeistert über den professionellen Ablauf der Wahlen. Alles war wie bei den „Großen“. Die Wahl verlief sehr gut. Freunde, Bekannte und Interessierte waren wohl von unseren Vorstellungen nicht abgeneigt. Mit 315 Stimmen zog Gulsher Khan direkt in das Parlament. Furkan Arslan hat mit 314 Stimmen den 1. Platz auf der Nachrückerliste bekommen. Lange warten musste er deshalb nicht. Schon nach wenigen Wochen war er ebenfalls offizielles Mitglied des JuPas.

Unsere Aufgaben beim Jugendparlament sind vielfältig und sehr zeitintensiv. Unsere erste Vollversammlung hat tatsächlich 4(!) Stunden gedauert, dennoch sind wir beide sehr überzeugt von unserer Aufgabe und unserem Mandat. Als Leiter des Arbeitskreises ‚Flüchtlinge‘ übernimmt Gulsher Khan eine schwierige Aufgabe, dennoch arbeitet das Team professionell und sehr gut zusammen. Furkan Arslan ist ebenfalls Mitglied im Arbeitskreis ‚Flüchtlinge‘. Der gesamte Arbeitskreis ist sehr überzeugt von unserer Aufgabe. Mehrere Projekte sind in Arbeit, welche die Absicht der Aufklärung haben. Wir sehen uns in der Pflicht, Jugendlichen aus Wiesbaden zu signalisieren, dass Geflüchtete mehr sind als nur ein Teil der Nachrichten. Die Projekte sind alle sehr zeitintensiv und erfordern Disziplin und Eifer, Werte, die der Arbeitskreis sowie das gesamte Jugendparlament als essentiell ansehen. Das Jugendparlament gliedert sich nämlich in weitere Arbeitskreise. Diese beschäftigen sich mit jugendrelevanten Themen und versuchen ihr Bestmögliches, ihre Ziele auch durchzusetzen. Das Jugendparlament sieht sich als Sprachrohr der Jugendlichen und genau das können wir bestätigen. Das Jugendparlament arbeitet für alle Jugendlichen der Stadt und ist Dein Ansprechpartner bei Unzufriedenheit über die kommunale Politik. Wir werden immer unser Bestmögliches tun, Wiesbaden zu einer besseren Stadt für uns alle zu machen!