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Basketball-AG schnuppert Bundesliga-Luft

 

Schon seit Wochen wurde ich, Sportlehrer der Theodor-Fliedner-Schule Wiesbaden, von den Teilnehmern der Basketball-AG mit der gleichen Frage konfrontiert: Wann kommen nochmal die Skyliners?

Die Fraport Skyliners sind ein 1. Bundesliga Basketball-Team aus Frankfurt, das im Rahmen des so genannten „School Clinic“-Programms für Schulen ein Training mit einem Jugendtrainer und einem Profi-Spieler anbietet. Vor über zwei Jahren hatte ich unsere Schule zu diesem stark angefragten Event angemeldet und am Freitag, 14.6. war es dann endlich so weit.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erhielt jeder Schüler zunächst ein Skyliners-T-Shirt als Begrüßungsgeschenk. Gemeinsam mit den zuvor angebrachten Skyliners-Bannern kam so schnell „Profi-Atmosphäre“ auf.

Es folgten verschiedene Trainingsphasen: Beim „Ballhandling“ führten die Jugendlichen vorwiegend Dribbling-Übungen auf ansteigenden Niveaustufen aus.

Anschließend absolvierten die Jungen und Mädchen Pass-Stafetten mit unterschiedlichen Laufwegen und anschließendem Korbleger. Dass Basketball den Athleten nicht nur körperlich, sondern auch kognitiv einiges abverlangt, wurde spätestens deutlich, als bei dieser Übung ein zweiter Ball ins Spiel kam und die ohnehin komplexen Abläufe noch einmal wesentlich intensiviert wurden.

Nach weiteren Übungen zum Dribbling, Pass, Wurf und Korbleger kam es dann zum eigentlichen Höhepunkt:

Welcher Basketballer träumt nicht einmal davon, gegen einen echten Profi antreten zu dürfen.

Hierzu gab es nun die Gelegenheit. Vorrang erhielt derjenige, der als erstes eine kleine Rechenaufgabe oder ähnliches beantwortete. Daraufhin traten die Schüler im 1 gegen 1 oder 2 gegen 1 auf einen Korb gegen den Profi an.

Und tatsächlich gelang es Herausforderern hin und wieder einen Korb gegen den Berufssportler zu erzielen, was von den Mitschülern dann natürlich mit tosendem Applaus gewürdigt wurde.

Am Ende waren sich alle einig: An dieses besondere Training wird man sich noch lange erinnern!

(Felix Klein)

 

MOGVNTIACVM MMXIX – Die Exkursion der beiden Lateinkurse in der Jg. 7 nach Mainz –

 

 

Moguntiacum ist der lateinische Name unserer Nachbarstadt Mainz auf der anderen Rheinseite. Das römische Moguntiacum hatte seinen Ursprung in dem etwa 13-12 v. Chr. von Drusus erbauten Legionslager. Dieses Lager befand sich strategisch günstig auf einer leichten Anhöhe am Rhein gegenüber der Mainmündung. Später entstanden kleine zivile  Siedlungen unterhalb des Lagers, die zu einer größeren städtischen Siedlung zusammenwuchsen. Im heutigen Mainz sind einige bedeutende Überreste von Moguntiacum erhalten geblieben, beispielsweise das römische Theater, der Drususstein und das Römertor. Diese Überreste des römischen Mainz erkundeten die Schülerinnen und Schüler der beiden Lateinkurse der Jg. 7 von Frau Hinderberger und Herrn Ludwig. Spaß und römische Spiele durften da natürlich auch nicht fehlen.

(Die Lateinkurse der Jg. 7 mit ihren Lehrern Frau Hinderberger und Herrn Ludwig)

Astrophysik AGs besuchen Planetarium und Technikmuseum in Mannheim

Am 14.06.19 unternahmen die Astrophysik AGs (Jahrgänge 5 bis 7) einen Tagesausflug nach Mannheim und besichtigten das Planetarium und das benachbarte Technoseum.

Nach der knapp zweistündigen Anfahrt mit dem Zug begann die dreidimensionale Vorführung Expedition ins Sonnensystem im Planetarium, welche die wichtigsten Inhalte des Schuljahres anschaulich zusammenfasst und zusätzlich viel Spannendes kundgibt – vom Erdmond, über ferngesteuerte Raumsonden und Planeten des Sonnensystems bis zum Pluto und besondere Naturwunder im Sonnensystem. Besonders interessant: Die Zukunft der Raumfahrt und die Suche nach Leben im All.

Nach einer kurzen Pause ging es zum Technikmuseum, europäisches Museum des Jahres 1992. Verschiedene Ausstellungseinheiten illustrierten den technischen und sozialen Wandel vom 18. Jahrhundert bis heute – von physikalischen Experimenten, über Städtebau und -planung, Weberei bis hin zur Porsche-Produktion und Oldtimerausstellung. Stöbern Sie gerne in unserer kleinen Bildergalerie.

Dimitar Georgiev (Leitung Astrophysik AGs)

AVGVSTA TREVERORVM MMXIX – Die Exkursion der beiden Lateinkurse in der Jg. 8 nach Trier –

Die zweitägige Exkursion nach Trier, eine Stadt, die auch das „zweite Rom“ genannt wird, startete im April an einem regnerischen Mittwochmorgen. Wir fuhren mit dem Bus morgens in Wiesbaden an der Schule ab und erreichten Trier gegen Mittag. Eigentlich war es nicht ein so geeignetes Wetter, um einen Stadtrundgang mit Schülern zu absolvieren. Aber als wir uns Trier näherten, strahlte die Sonne wieder. Unsere Lateinschüler konnten ihre Referate dann doch vor den antiken Kulturdenkmälern halten. An der Porta Nigra, in der wir einer Erlebnisführung mit einem „echten“ römischen Centurio beiwohnen durften, starteten wir.

Danach folgten ein Besuch im Rheinischen Landesmuseum, in dem wir in das „Reich der Schatten“ entführt wurden, und der Palastaula, die auch Konstantinsbasilika genannt wird. Am Abschlusstag besuchten wir noch die Kaiserthermen und das Amphitheater. Daneben blieb auch noch Zeit für andere Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Schüler hatten noch die Möglichkeit, die Stadt in eigener Regie zu erkunden.

Bei unserer Abfahrt sagten wir gerne: „Vale! – Lebe wohl! – Bis bald, Augusta Treverorum, wir werden bestimmt wiederkommen! “.

(Die Lateinkurse der Jg. 8 mit ihren Lehrern Frau Hinderberger und Herrn Ludwig)

 

Überlebender der Shoah (Holocaust) zu Besuch an der TFS am Montag, den 24.06.2019

In der dritten und vierten Stunde wird im Info im A- Gebäude ein Zeitzeugen- Gespräch mit Paul Kester (geboren 1925 in Wiesbaden) dank der Vermittlung der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden stattfinden.

Da die Zahl der Überlebenden des Zweiten Weltkriegs von Jahr zu Jahr sinkt, freuen wir uns, allen SuS der E-Phasen diese vermutlich einmalige Gelegenheit im Fach Geschichte bieten zu können.

Wegen des hohen Alters unseres Gastes können wir dies nicht weiteren Schülern anbieten und bitten dafür um Verständnis.

  • Seine Schwester Helene und er konnten 1938 und 1939 kurz nacheinander Deutschland verlassen. Helene emigrierte zu Verwandten in die USA, Paul gelangte mit einem Kindertransport nach Schweden.
  • Im Gegensatz dazu scheiterten die Ausreiseversuche der Eltern und der Großmutter: Der Vater und die Mutter wurden im September 1942 zunächst nach Theresienstadt (heutiges Tschechien) deportiert, dann nach Auschwitz (Polen) gebracht und dort im Januar 1943 ermordet. Die wurde ebenfalls am 1. September 1942 nach Theresienstadt verschleppt und starb dort vermutlich durch Selbstmord, um dem geplanten Weitertransport nach Auschwitz zu entgehen.
  • Paul Kleinstrass emigrierte später in die USA, nach New York und Los Angeles, wo er, verheiratet mit der 1924 in Berlin geborenen Susanne Jeanette Luft, unter dem Namen Paul L. Kester lebt. Seine Schwester lebte bis zu ihrem Tod 1999 in der Nähe ihres Bruders in Los Angeles.

Begriffserklärung Shoah/ Holocaust => Der Begriff Holocaust ist heute weltweit die gebräuchlichste Bezeichnung für den Genozid der Nationalsozialisten an den europäischen Juden. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Brandopfer“. Kritiker wenden sich gegen die Bezeichnung Holocaust, weil damit das historisch einzigartige Verbrechen der Nationalsozialisten an den Juden verharmlost werde. In Israel wird seit der Staatsgründung 1948 stattdessen die Bezeichnung „Ha-Shoah“ verwendet. Auf Hebräisch bedeutet das „Zerstörung“, „Katastrophe“. In Europa wurde der Begriff 1985 durch den Dokumentarfilm „Shoah“ von Claude Lanzmann bekannt.