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Konzertreise 2017 – Soprano live in Straßburg !

 

„Dieser Ausflug war ein unvergesslicher und einzigartiger Moment, den nur diese AG zu bieten hat“ (Mackenzie).

Im Herbst 2016 erhielt Soprano in Frankreich einen „NRJ Music Award“ als „Bester französischsprachiger Künstler 2016“. Dieser renommierte Publikumspreis des Radiosenders NRJ gehört zu den wichtigsten musikalischen Auszeichnungen in Frankreich und wird sogar live vom französischen Fernsehsender TF1 übertragen.

So aktuell wie diese Auszeichnung ist – so aktuell ist auch die AG Französische Musikkultur, die auch in diesem Jahr von über 50 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Deshalb organisierten wir innerhalb weniger Wochen eine Reise nach Frankreich, die uns letzte Woche zum Konzert von Soprano nach Straßburg führte. Inmitten von ca. 10.000 Besuchern feierten die AG-Teilnehmer nahe der Bühne eine zweistündige Party, bei der zu Hits wie „Cosmo“, „Mon Everest“ oder „Clown“ fröhlich mitgesungen und getanzt wurde – ein unvergessliches Erlebnis für uns alle:

  • „Am liebsten würde ich den Tag wiederholen. Ich werde ihn in meinem ganzen Leben nie vergessen“. (Yousra)
  • „Die Musik war super und die Stimmung war am Kochen. Einfach ein mega Erlebnis.“ (Ayla)
  • „Soprano – ein super geiler Künstler und die Show war fantastisch. Einfach alles hat gestimmt!“ (Jessy)
  • „Zuerst hatte ich Zweifel, ob das Konzert so lustig und cool wird wie es tatsächlich war. Straßburg ist eine wunderschöne Stadt und es war sicherlich nicht das letzte Konzert von Soprano, das ich besuche.“ (Angelina)
  • „Alle tanzten und sangen mit… Dieses Konzert war eines der besten Erlebnisse.“ (Imane)
  • „Die Stimmung war der Hammer! Wir standen direkt vor der Bühne und haben Soprano ganz nah gesehen.“ (Anna-Sophie)
  • „Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.“ (Cem)
  • „Das war der beste Ausflug, den ich je hatte!“ (Kerem)

Zuvor erkundeten wir gemeinsam die Stadt Straßburg, indem uns erstmals auch einige Schülergruppen ihre Recherchen aus dem Unterricht präsentierten. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Interessen nachgehen – diese reichten vom Besuch der französischen Kaufhauskette „Les Galeries Lafayette“, der „Fnac“ bis hin zur Aussichtsplattform des Münsters. „Ich fand es sehr schön, dass wir mit unseren Freunden die Stadt erforschen durften, etwas über die Geschichte erfahren haben und uns mit den Franzosen unterhalten konnten“ (Ilayda).

„Ich fand die Fahrt sehr schön und würde mich immer wieder freuen an dieser AG teilzunehmen“ (Hardeep). – „Cool, dass es überhaupt so eine AG gibt“ (Ruben). Ab der Jahrgangsstufe 7 kann die AG Französische Musikkultur im Ganztag gewählt werden. Sie befasst sich jede Woche mit aktuellen Musiktrends in Frankreich. Höhepunkt ist jeweils eine Konzertreise zu einem französischen Superstar.

Wir danken allen Schülerinnen und Schülern für diesen tollen Ausflug und freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Michel Allendörfer

Intensität, Leidenschaft und Fairplay bei den Spielfesten der Klassen 5 und 6

 

Spielfest der 5. Klassen:

Spielfest der 6. Klassen:

Am 2. März (Klassen 5) und am 3. März (Klassen 6) war es  endlich soweit.

Die ersten beiden Unterrichtsstunden mussten die Schüler/innen noch nach Plan überstehen, bevor dann in den nächsten 4 Stunden das Spielfest ablief.

Im ersten Teil musste die bereits für alle Klassen vorbereitete Vielseitigkeitsanlage von jedem Kind einzeln in Staffelform durchlaufen werden, bevor ein schneller Umbau die Halle in drei verschiedene Turnierfelder verwandelte.

Die Sportlehrer/innen wurden von Schülern aus höheren Jahrgangsstufen unterstützt, um die vielfältigen Aufgaben als Schieds- und Kampfrichter sowie bei der Turnierleitung bewältigen zu können.

Die Turnierorganisation mit vielen Spielfeldern und der Spielplanmodus der viele Spiele mit ausreichend Spielzeiten garantierte, sorgten für hochintensive sportliche Betätigung bei den Kindern.

In teilweise mit großer Leidenschaft und hoher Anstrengungsbereitschaft geführten Begegnungen hatten am Ende alle Schüler/innen schöne Sporterlebnisse auch wenn nicht jeder Sieger sein konnte.

So wurde im Jahrgang 5 die Klasse 5d mit drei von vier Titeln souveräner Gesamtsieger, während im Jahrgang 6 die Klasse 6b ihren Vorjahrestitel nur hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung gegenüber der Klasse 6d verteidigen konnte.

In der Addition der vier Wettbewerbe gab es am Ende der beiden Spielfesttage folgende Einzelresultate:

Klassen 5

Klasse Vielseitigkeit Turnen Handball Fußball Gesamt
5a 2. 3. 1. 2. 2.
5b 4. 2. 4. 4. 4.
5c 3. 4. 3. 3. 3.
5d 1. 1. 2. 1. 1.

 

Klassen 6

Klasse Vielseitigkeit Basketball Badminton Turnen Gesamt
6a 5. 1. 4. 3. 4.
6b 3. 3. 2. 1. 1.
6c 2. 5. 3. 5. 5.
6d 1. 4. 1. 4. 2.
6e 4. 2. 5. 2. 3.

Schriftliches Abitur in Sicht… Lernwochenende der Q4

Am Freitagabend, dem 3. Februar 2017 startete das Abitur-Lernwochenende der Q4. Untergebracht wurden wir in der Jugendherberge Oberreifenberg, die bekannt für ihr Wintersportangebot ist. Die nahe Umgebung lädt zum Wandern, den Ausblick zu genießen, Schlitten- und Skifahren ein, doch leider lag bei uns kaum noch Schnee. Nach dem Abendessen wurde der weitere Verlauf des Wochenendes besprochen und die ersten begannen bereits fleißig zu lernen.

Am Samstagvormittag nach dem Frühstück folgt

e das Probeschreiben der Abiturklausuren in dem vorher besprochenem Fach unserer Wahl. Bei Fragen und Problemen standen uns die Lehrer zur Seite. So bekamen wir die Möglichkeit eines Einblicks in das schriftliche Abitur und vor allem in das Auswahlverfahren der Abiturvorschläge. Nach dem Mittagessen und nach einer anschließenden Pause besprachen wir die Klausuren auf der Grundlage der Erwartungshorizonte in kleinen Gruppen. Die restliche Zeit konnten wir nutzen wie wir wollten. So wurden einerseits Lerngruppen und auf der anderen Seite Gruppen gebildet, die sich z.B. bei den Tischtennisplatten aufgehalten, Karten gespielt, getanzt oder einfach zusammengesessen und gequatscht haben.

Am Sonntag bestand dann nochmals die Möglichkeit bis zum Mittagessen eine weitere Klausur zu bearbeiten und zu lernen. Es stand jedem frei bis zum Mittagessen zu bleiben oder schon nach Hause zu fahren.

Alles in allem war das Lernwochenende sowohl schulisch als auch im sozialen Miteinander erfolgreich und wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Waldmüller, Herrn Stelzer und Herrn Trautmann für die tolle Organisation und bei Herrn Dr. Gehres, dass er uns am Samstag ebenfalls Gesellschaft geleistet und uns unterstützt hat.

Nina Nassau, Janina Seib, Tatjana Nies

3. Platz bei den Handball-Stadtmeisterschaften

Die männliche TFS-Schulmannschaft der Wettkampfklasse II (Jahrgang 2000-2003) belegte bei der Handball-Stadtmeisterschaft am 6. Dezember 2016 in der Sporthalle am Elsässer Platz den 3. Platz.

Die Jungs starteten gut in das Turnier und siegten souverän gegen die Werner-von-Siemens-Schule (16:6). Im zweiten Spiel folgte auch ein klarer Sieg gegen die Gutenbergschule (18:12). In den beiden entscheidenden Spielen um die Stadtmeiserschaft konnten die Spieler um Rückraumschütze Marvin Weber und Spielgestalter Maximilian Schäfer leider nicht an ihre starken Leistungen zu Beginn des Turnieres anschließen. Das Spiel gegen die Schule am Mosbacher Berg verloren sie mit 11:20 und gegen den späteren Stadtmeister der Oranienschule gab es eine deutliche 8:23 Niederlage.

(Markus Fritscher)

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hinten v. links n. rechts: David Meßwarb, Rasmus Bortselmann, Maximilian Schäfer, Marvin Weber, Thomas Pfuhl, Alexander Kotzan

vorne v. links n. rechts: Tim Breckner, Joshua Gupta, Nick Cimniak, Daniel Gemündt

Junges Konzert – Leben, überleben für die Musik

Ein grandioser Konzertabend mit Schülern der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks begeistert Zuschauer in der Alten Oper Frankfurt.

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Und oft im Ohr des Zuhörers. Was das Publikum am Mittwochabend in der Alten Oper zu hören bekommt, galt Josef Stalin und seinen Getreuen vor 80 Jahren als Kniefall des Komponisten: die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Aber denen, die verstehen, gilt das pompöse Finale als „Triumph für Idioten“. Fest steht: Wie drei junge Leute aus der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule auf der Bühne durch das berühmte Werk führen – das ist ganz große Klasse.

konzert

„Sagt mal: Wer von euch ist eigentlich freiwillig hier?“, fragt Fabian Lieberum am Anfang frei heraus. Das Publikum im ordentlich gefüllten Großen Saal reckt die Arme – aber unter Gelächter. Manche werden wohl schon unter sachtem Druck der Lehrer hergekommen sein, drückt Fabians ironischer Blick aus, und genauso gucken Luisa Sagliano und Shajan Sepanlou.

Die drei gehören zum Musikkurs des Fliedner-Gymnasiums, in dieser Saison „Spielzeitschule“ des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks (HR), gemeinsam mit der Frankfurter Musterschule. Das heißt: Die Schüler erarbeiten sich ein Musikstück, und zwar durch Zuhören, durch Gespräche und im historischen Kontext. Ein halbes Jahr lang haben sie schon mit ihren Lehrerinnen Nathalie Baron (Musik) und Bettina Pohlen (Geschichte) daran gearbeitet. Eine Dokumentation wird ab Mai auf den HR-Internetseiten zu sehen sein.

Aber wo wir gerade beim Druck auf die Schüler waren: Noch viel stärker unter Druck, sagt Conferencier Fabian, dürfte sich Schostakowitsch gefühlt haben, damals, 1937, als er neben Stalin saß und ihm seine Sinfonie vorführte. Für den Komponisten ging es um Leben und Tod, das vermitteln die drei gemeinsam mit dem Orchester. Bald lässt sich in der Musik mitfühlen, wie der Russe auf ganz schmalem Grat wandelt, zwischen Gefälligkeit für den Despoten und Anspruch an die eigene Kunst.

Immer wieder Szenenapplaus

Shajan Sepanlou hört aus dem 3. Satz der Sinfonie heraus, wie Schostakowitschs Jugendliebe in einer Kutsche vorüberfährt. Luisa Sagliano lässt das Orchester eine weitere Stelle anspielen, unsagbar sanft, und dann trägt die Schülerin selbst einen großen Moment zum Konzert bei: völlige Stille, dann der Seufzer ins Mikrofon – „haach …“

Szenenapplaus untermalt den Abend immer wieder. Es ist ein wundervoller Abend, mit einem fabelhaften Musikstück, einem grandiosen Orchester, drei pfiffigen und sympathischen Moderatoren. Sie interviewen den Schlagzeuger Andreas Hepp („wir sind hier das Salz in der Suppe“) und Ricarda Bard-Bäumer am Tasteninstrument Celesta, die „die letzten drei Atemzüge“ spielt, laut Partitur „sterbend“.

Anschließend erklärt Dirigent David Afkham in einer kleinen Gesprächsrunde, wie die Musiker sich in eine solche Sinfonie einfühlen – und warum das wichtig ist: „Ich glaube an die Kraft der Musik, sie hilft uns, zu wachsen und Sensibilität zu entwickeln. Die Noten sind schwarze Tinte auf Papier. Aber was bedeuten sie heute?“ Für Pejman Jamilpanah bedeuten sie so viel: Er flüchtete ihnen zuliebe aus dem Iran, wo seine Musik zensiert wurde. „Als Kind habe ich mir selbst eine Gitarre mit drei Saiten gebaut“, erzählt er. Jetzt ist Jamilpanah Mitglied des interkulturellen Projekts „Bridges“ und baut zum Abschluss des Abends eine Brücke aus dem Jahr 1937 ins Hier und Jetzt: Überleben für die Musik.

Man müsse schon „ein kompletter Trottel sein“, um den Zwang aus seiner 5. Sinfonie nicht herauszuhören, steht in den Memoiren Schostakowitschs. So gesehen, werden die Fliedner-Schüler und ihr Publikum nie wieder Trottel sein.

Eine ausführliche Besprechung des Konzerts (zu hören auch im Video-Livestream unter hr-sinfonieorchester.de am Freitag) folgt im FR-Feuilleton nach einer weiteren Aufführung.

Erscheinungsort und -datum: Frankfurter Rundschau vom 3.02.2017

Autor

Thomas Stillbauer

Redakteur, Frankfurt/Rhein-Main