Le DELF scolaire 2015

Avant les oraux

Am 25.04.2015 und am 04.05.2015 legten zehn mutige Schüler und Schülerinnen der TFS die DELF-Prüfung ab. Zum ersten Mal seit neun Jahren war auch eine Kandidatin für die Niveaustufe B1 dabei.

Zuerst fand an einem Samstagmorgen mit Hörverständnis, Leseverstehen und Schreibproduktion die schriftliche Prüfung statt. Anfang Mai erlebten dann unsere DELF-Kandidaten ihre erste mündliche Prüfung in französischer Sprache. Die Aufregung war groß, nun warten alle Kandidaten gespannt auf die Ergebnisse und freuen sich schon auf ihr erstes Diplom!

Für künftige DELF-Kandidaten schrieben die Schüler ihre Eindrücke auf:

Niveaustufe A1  

Daniel Dietrich: „Ich fand den mündlichen Teil der DELF-Prüfung gut. Es war nicht schwer, aber trotzdem eine Herausforderung. Der mündliche Teil bestand aus drei Teilen: Die erste Aufgabe bestand darin, zu ausgewählten Begriffen wie „Arbeit“ oder „Freunde“ Fragen zu stellen. Im zweiten Teil musste ich dann die Alltagssituation des Einkaufens nachspielen und dabei achten, bestimmte Höflichkeitsformen zu verwenden.“

Thomas Pfuhl: „Am 25.04.2015 nahm ich am schriftlichen Teil der DELF-Prüfung statt. Es gab sechs Teilnehmer. Ich hoffe, jeder besteht. Mit der DELF-Pfrüfung hat man im Berufsleben bessere Chancen!“

Niveaustufe A2

Beyza Nur Bucak: „Dieses Jahr nahm ich an der DELF-Prüfung A2 teil und war sehr aufgeregt. Bei der mündlichen Prüfung im Institut Français de Mayence musste ich zuerst dem Prüfer über mich erzählen. Dann erzählte ich ihm von meiner Familie und unterhielt mich mit ihm über verschiedene Sportarten. Beim letzten Aufgabenfeld musste ich mit dem Prüfer zu zwei verschiedenen Themen ein Rollenspiel erstellen. In der ersten Situation stellte der Prüfer einen neuen Schüler dar, der die neue Schule nicht kennt und dem ich Informationen geben musste. Dann hatte ich mein Handy verloren und musste der Schulsekretärin – dem Prüfer – mein Handy beschreiben. 

An sich war es eine schöne Erfahrung und der ganze Aufwand hat sich gelohnt!“

Après les oraux
Après les oraux

Victoria Wiegmann: „Heute fuhren alle DELF-Kandidaten mit Frau Attali nach Mainz ins Institut Français. Nachdem mein Name im Wartezimmer aufgerufen wurde, wurden mir zwei Zettel ausgeteilt, auf denen jeweils zwei Aufgaben mit Alltagssituationen standen, von welchen ich mir eine aussuchen und schriftlich vorbereiten durfte. Es ging zuerst um eine Diskussion über die Schuluniform. Dabei musste ich Argumente gegen die Schuluniform finden und meinen Standpunkt gegen den Prüfer verteidigen, der für die Schuluniform war. Bei der zweiten Situation musste ich einem Freund bei der Vorbereitung auf eine Prüfung helfen

Als ich vor dem Prüfungsraum stand, war ich ein wenig aufgeregt, aber als ich herein kam, merkte ich, dass die Prüferin sehr freundlich war. Zuerst musste ich etwas über mich erzählen, dann kamen die Rollenspiele mit den Alltagsstituationen. Am Ende sagte die Prüferin zu mir: „C’était bien, Victoria!“ Ich war erleichtert und stellte fest, dass die Aufregung umsonst gewesen war.“

Maria Biegler: „Bei der dritten Aufgabe, auf die ich mich in einem Vorbereitungszimmer eingestellt hatte, ging es um Lesen: Ich sollte erzählen, ob ich lese, wie viele Bücher, welche Art von Büchern, wann und wo ich lese.“

Nadia Lagraa, candidate au DELF B1: «Le jour de l’examen oral du DELF était très intéressant car c’était la première fois que je passais cet examen. À dire vrai, je n’étais pas très nerveuse parce que je sais que la nervosité me fait perdre tous mes moyens. Au début, on a attendu dans une grand salle de l’Institut Français de Mayence. Pour moi, ce défi était un peu une question de prestige car j’étais la seule de mon âge et aussi la seule de notre établissement scolaire à passer le niveau B1. Mais comme je m’y étais bien préparée, il n’y avait aucune raison d’être nerveuse. Quand on m’a appelée, je suis descendue et j’ai tiré deux textes parmi lesquels j’ai dû en choisir un et on m’a donné dix minutes de préparation. Ensuite, je suis allée dans la pièce où m’attendait mon examinatrice. Pendant le premier exercice, elle m’a demandé de me présenter et de parler de ma vie et de mes amis. Cela m’a beaucoup plu. Pour le deuxième exercice, je devais à nouveau choisir entre deux situations: je devais donc déconseiller à ma copine de dépenser tout son argent pour des vêtements de marque. C’était vraiment amusant parce que c’était l’examinatrice qui jouait le rôle de ma copine! Dans la troisième partie de l’examen, je devais expliquer le texte évoqué au début et trouver des avantages et des inconvénients sur le permis d’accès à Internet pour les enfants afin qu’ils ne visitent pas des sites qui ne sont pas de leur âge. 

En tout, c’était une très bonne expérience et je suis impatiente de connaître les résultats!»

Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist es immer wieder eine Freude, mitzuerleben, wie Schüler und Schülerinnen diese Herausforderung auf sich nehmen, den Mut und die Kraft aufbringen, um diese Sprachprüfung abzulegen, zumal sie immer bestanden. Ich bin stolz auf sie alle und bedanke mich herzlich bei ihnen!

(Madame Attali, DELF-Beauftragte der TFS)

Des macarons pour l’amitié franco-allemande!

6-Klässler backen zum deutsch-französischen Tag 2015  

Mit selbstgebackenen macarons – den kleinen, runden, bunten, ja unwiderstehlichen Baiserkeksen aus Mandelmehl, deren zwei Hälften durch Marmelade, Schokolade oder Buttercreme zusammen gehalten werden, feierte die Jahrgangsstufe 6 am 22. Januar 2015 den Élysée-Vertrag, der dank des historischen Gespürs von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer kaum 18 Jahre nach Kriegsende Frankreich mit Deutschland zusammenführte.

In der ersten großen Pause verkauften die Französisch lernenden 6-Klässler mit Begeisterung die mit bunten maracons gefüllten Tütchen.

 

Französisch – Sprache der Gourmets

Die Idee entstand im Unterricht zu Beginn des Schuljahres, als die Nasalen on, en und, in mit neuen Wörtern geübt wurden. Die spontane Frage an die Schüler und Schülerinnen der Lerngruppe 6cd, ob sie bereit wären, am Wochenende zu Hause macarons zu backen, wurde in die Tat umgesetzt. Um anlässlich des deutsch-französischen Tags die Gaumen aller Mitschüler zu verwöhnen, bot sich die „Backfähigkeit“ der Schüler (und deren Eltern!) erneut an. Kopierte Rezepte aus Aurélie Bastians Kochbuch Macarons für Anfänger wurden an die Schüler und Schülerinnen ausgeteilt und in jeder Lerngruppe fanden sich zahlreiche freiwillige pâtissiers.

Die Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft

Um den Schülern der Jahrgangsstufe 6 die Bedeutung des Freundschaftsvertrags verständlich zu machen, waren die Texte und Arbeitsblätter von Frau Pohlen, die Französisch und Geschichte unterrichtet und somit eine interdisziplinäre Brücke bauen konnte, sehr hilfreich. Nicht nur die Biographie der historischen Staatsmänner Charles de Gaulles und Konrad Adenauer sind den Schülern dank der im Unterricht gelesenen Dokumente ein Begriff, sondern auch das großartige Werk der deutsch-französischen Freundschaft in Form von Stadtpartnerschaften (darunter Bierstadt mit Terrasson im Périgord), Schüleraustauschsprogrammen, von wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit – man denke an das deutsch-französische Fernsehprogramm ARTE. Außerdem erstellten Schüler und Schülerinnen in jeder Lerngruppe Plakate zum Traité de l’Élysée, die der kulinarischen Freundschaftsgeste einen historischen Hintergrund verleihen konnten.

Le macaron – hier et aujourd’hui

Schon im Mittelalter soll es in Frankreich macarons gegeben, aber eine  regelrechte Wiedergeburt erlebten sie in den 1990er Jahren durch die Kunstfertigkeit des französischen Starkonditors Pierre Hermé. Nach seiner Tätigkeit in der Feinbäckerei Ladurée eröffnete er seine Pariser pâtisserie-Boutique. Mit seinen gewagten, ja extravaganten créations – das macaron Ispahan mit Himbeeren und Rosenextrakt oder auch das macaron mit Schoko und Gänsepastete – trug er zur allgemeinen Schwärmerei für das Trendgebäck bei, sodass die Macarons zum unentbehrlichen Bestandteil des Sortiments aller französichen pâtisseries wurden.

Un grand merci à tous!

Wir bedanken uns bei den kunstfertigen pâtissiers und pâtissières der Jahrgangsstufe 6, denn sie haben ihre Mitschüler mit ihren Schoko-, Nutella- Vanillen und Himbeermacarons regelrecht verwöhnt:  Geschmeckt haben sie köstlich. Innerhalb von wenigen Minuten waren alle Tütchen ausverkauft!

Unsere jungen Historiker und Historikerinnen, die sich freiwillig mit der Recherche von Dokumenten und der Zusammenstellung von Plakaten zur deutsch-französischen Freundschaft beschäftigt haben, verdienen auch un grand merci!

Ohne die Unterstützung meiner Kollegen, Frau Pohlen, Frau Mehner und Herr Jung hätte das Projekt nicht zustande kommen können. Dafür bedanke ich mich herzlich!

Frau Attali

Die Theodor-Fliedner-Schule feiert den deutsch-französischen Tag!

Les macarons sont délicieux!
Les macarons sont délicieux!

Unsere Jahrgangsstufe 6 hat für Euch gebacken.

Es gibt französische Leckereien zum Kennenlernen.

Vive l'amitié franco-allemande!
Vive l’amitié franco-allemande!

Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Wann? Am 22. Januar 2015 / 1. große Pause

Wo? Info

Warum?  22. Januar 1963: „Elysée-Vertrag“ (Freundschaftsvertrag)

 

En route pour Montmartre!

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Im Rahmen des Französischunterrichts  besuchte die Lerngruppe 9bd am 11. April 2014 die Ausstellung “Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900” in der Frankfurter SCHIRN-Kunsthalle.

"Le Chat Noir" war von 1881 bis 1897 ein beliebtes Pariser Kabarett in Montmartre, das von Rodolphe Salis gegründet wurde.
„Le Chat Noir“ war von 1881 bis 1897 ein beliebtes Pariser Kabarett in Montmartre, das von Rodolphe Salis gegründet wurde.

Paris sera toujours Paris

Im Laufe der letzten Lernjahre lernte die Gruppe verschiedene Pariser Viertel kennen: Zuerst entdeckten die Schüler und Schülerinnen das Bastille-Viertel mit der neuen Oper (Découvertes 1), dann erweiterten sie ihren Einblick mit Referaten zu weiteren Pariser Sehenswürdigkeiten wie la tour Eiffel, l’Avenue des Champs Élysées et l’Arc de Triomphe, Montmartre et le Sacré Cœur, le Quartier Latin et la Sorbonne etc… (Découvertes 2). Nun bot ihnen die Ausstellung “Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900 die Möglichkeit, durch die Malerei der Moderne ihre Kenntnisse über Paris weiter zu vertiefen. Selbstverständlich konnte ich mir als gebürtige Pariserin diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und schlug meiner Lerngruppe vor, sich der Thematik mit Hilfe von Referaten anzunähern.

Ramon Casas: El Bohemio (Le bohémien), 1891. Das Portrait zeigt Eric Satie (1866-1925), dem berühmten Komponisten der französischen Avantgarde, vor der Kulisse Montmartres.
Ramon Casas: El Bohemio (Le bohémien), 1891. Das Portrait zeigt Eric Satie (1866-1925), dem berühmten Komponisten der französischen Avantgarde, vor der Kulisse Montmartres.

Montmartre et ses bohémiens

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs galt Paris als die Metropole der Belle Époque. Das 18. Arrondissement von Paris entwickelte sich hingegen zu einem Künstler-Viertel, das eine Gegenwelt zum mondänen Metropolenleben darstellte. So konnte der Montmartre-Hügel am Stadtrand eine große Anziehungskraft für zahlreiche Künstler ausüben, die sich vom Bürgertum abgrenzten und ein ärmliches Leben als Bohémiens wählten.

Toulouse Lautrec: Jane Avril (1892)
Toulouse Lautrec: Jane Avril (1892). Sie gilt als eine der großen Cancan-Tänzerinnen ihrer Epoche.

Einblicke in ein facettenreiches Arrondissement

Dank des Besuchs der Ausstellung konnten die Schülerinnen und Schüler der 9bd historische Fotographien von der zum Teil noch ländlichen Butte Montmartre, zahlreiche, beeindruckende Plakate und Grafiken von Henri de Toulouse-Lautrec sowie Gemälde von Pablo Picasso (Blaue Periode), Pierre Bonnard, Ramon Casas, Vincent van Gogh, Kees van Dongen, Edgar Degas und Suzanne Valadon bewundern, die sonst in Paris, London, Amsterdam und New York zu sehen sind. Somit verstanden sie die andere Seite der Belle Époque, nämlich den Cancan der frivolen Moulin Rouge-Tänzerinnen, Kaffeehausszenen mit Künstlern, die dem Alkohol – dem Absinth, auch „grüne Fee“ genannt – verfallen sind, sowie Szenen aus dem Alltagsleben von Prostituierten und Momentaufnahmen aus der Zirkuswelt.

Ich möchte mich bei den Schülern und Schülerinnen der 9bd sowohl für ihr großes Interesse und als auch für die hohe Qualität der Referate herzlich bedanken.

 Fr. Attali-Staaden