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Junges Konzert – Leben, überleben für die Musik

Ein grandioser Konzertabend mit Schülern der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks begeistert Zuschauer in der Alten Oper Frankfurt.

Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Und oft im Ohr des Zuhörers. Was das Publikum am Mittwochabend in der Alten Oper zu hören bekommt, galt Josef Stalin und seinen Getreuen vor 80 Jahren als Kniefall des Komponisten: die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Aber denen, die verstehen, gilt das pompöse Finale als „Triumph für Idioten“. Fest steht: Wie drei junge Leute aus der Wiesbadener Theodor-Fliedner-Schule auf der Bühne durch das berühmte Werk führen – das ist ganz große Klasse.

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„Sagt mal: Wer von euch ist eigentlich freiwillig hier?“, fragt Fabian Lieberum am Anfang frei heraus. Das Publikum im ordentlich gefüllten Großen Saal reckt die Arme – aber unter Gelächter. Manche werden wohl schon unter sachtem Druck der Lehrer hergekommen sein, drückt Fabians ironischer Blick aus, und genauso gucken Luisa Sagliano und Shajan Sepanlou.

Die drei gehören zum Musikkurs des Fliedner-Gymnasiums, in dieser Saison „Spielzeitschule“ des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks (HR), gemeinsam mit der Frankfurter Musterschule. Das heißt: Die Schüler erarbeiten sich ein Musikstück, und zwar durch Zuhören, durch Gespräche und im historischen Kontext. Ein halbes Jahr lang haben sie schon mit ihren Lehrerinnen Nathalie Baron (Musik) und Bettina Pohlen (Geschichte) daran gearbeitet. Eine Dokumentation wird ab Mai auf den HR-Internetseiten zu sehen sein.

Aber wo wir gerade beim Druck auf die Schüler waren: Noch viel stärker unter Druck, sagt Conferencier Fabian, dürfte sich Schostakowitsch gefühlt haben, damals, 1937, als er neben Stalin saß und ihm seine Sinfonie vorführte. Für den Komponisten ging es um Leben und Tod, das vermitteln die drei gemeinsam mit dem Orchester. Bald lässt sich in der Musik mitfühlen, wie der Russe auf ganz schmalem Grat wandelt, zwischen Gefälligkeit für den Despoten und Anspruch an die eigene Kunst.

Immer wieder Szenenapplaus

Shajan Sepanlou hört aus dem 3. Satz der Sinfonie heraus, wie Schostakowitschs Jugendliebe in einer Kutsche vorüberfährt. Luisa Sagliano lässt das Orchester eine weitere Stelle anspielen, unsagbar sanft, und dann trägt die Schülerin selbst einen großen Moment zum Konzert bei: völlige Stille, dann der Seufzer ins Mikrofon – „haach …“

Szenenapplaus untermalt den Abend immer wieder. Es ist ein wundervoller Abend, mit einem fabelhaften Musikstück, einem grandiosen Orchester, drei pfiffigen und sympathischen Moderatoren. Sie interviewen den Schlagzeuger Andreas Hepp („wir sind hier das Salz in der Suppe“) und Ricarda Bard-Bäumer am Tasteninstrument Celesta, die „die letzten drei Atemzüge“ spielt, laut Partitur „sterbend“.

Anschließend erklärt Dirigent David Afkham in einer kleinen Gesprächsrunde, wie die Musiker sich in eine solche Sinfonie einfühlen – und warum das wichtig ist: „Ich glaube an die Kraft der Musik, sie hilft uns, zu wachsen und Sensibilität zu entwickeln. Die Noten sind schwarze Tinte auf Papier. Aber was bedeuten sie heute?“ Für Pejman Jamilpanah bedeuten sie so viel: Er flüchtete ihnen zuliebe aus dem Iran, wo seine Musik zensiert wurde. „Als Kind habe ich mir selbst eine Gitarre mit drei Saiten gebaut“, erzählt er. Jetzt ist Jamilpanah Mitglied des interkulturellen Projekts „Bridges“ und baut zum Abschluss des Abends eine Brücke aus dem Jahr 1937 ins Hier und Jetzt: Überleben für die Musik.

Man müsse schon „ein kompletter Trottel sein“, um den Zwang aus seiner 5. Sinfonie nicht herauszuhören, steht in den Memoiren Schostakowitschs. So gesehen, werden die Fliedner-Schüler und ihr Publikum nie wieder Trottel sein.

Eine ausführliche Besprechung des Konzerts (zu hören auch im Video-Livestream unter hr-sinfonieorchester.de am Freitag) folgt im FR-Feuilleton nach einer weiteren Aufführung.

Erscheinungsort und -datum: Frankfurter Rundschau vom 3.02.2017

Autor

Thomas Stillbauer

Redakteur, Frankfurt/Rhein-Main

 

Theater AG der 5. und 6. Klassen

„Das geheimnisvolle Buch“

eine Eigenproduktion der Theater AG der 5. und 6. Klassen.

In diesem Schuljahr haben wir uns für ein erfundenes Theaterstück entschieden, da die Gruppe sehr groß ist und wir viele „phantastische“ Rollenwünsche hatten.

Vier Kinder müssen umziehen und finden auf dem Dachboden des Hauses eine Truhe mit einem geheimnisvollen Buch. Bei dem Versuchen das Buch zu öffnen, betreten sie eine andere Welt. Dort werden sie gebraucht, um das Land von einer bösen Herrscherin zu befreien. Die Kinder sind bereit zu helfen, doch sie geraten in die Gefangenschaft der bösen Herrscherin, die ihre eigenen Pläne mit den Kindern hat….

Unsere Aufführung findet am Donnerstag den 8. Juni  um 19.00 Uhr im INFO statt. Der Eintritt ist frei.

Martina Settelmeier

 

Die Klasse 6b spendet 496,60 Euro an die Stiftung Bärenherz

Die Klasse 6b der TFS machte sich in der Vorweihnachtszeit Gedanken darüber, wem sie in der Weihnachtszeit etwas Gutes tun könne. Schnell kam die Klasse auf die Idee für die Stiftung BÄRENHERZ in Wiesbaden Spenden zu sammeln. BÄRENHERZ ist eine Stiftung für schwerstkranke Kinder, deren Krankheit unheilbar ist. Die Stiftung besteht seit 2002 und spendet den kranken Kindern und ihren Familien Trost und Geborgenheit. In dem Hospiz gibt es Kinderzimmer und Apartments damit die Kinder und/oder die Familien für eine Zeit dort wohnen und gemeinsame Zeit verbringen können. Die Klasse 6b wollte auch deswegen an Bärenherz spenden, weil ein Kind aus der Klasse aufgrund des schwerkranken Bruders die Geschwister-Betreuung besucht.

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Um möglichst viele Spenden in der Vorweihnachtszeit zu sammeln, veranstaltete die 6b am 6.12.2016 und am 14.12.2016 einen Kuchenverkauf im Info der Theodor Fliedner Schule. Zu Hause gebackene Kuchen und Plätzchen wurden mit viel Spaß und Freude verkauft. Infoplakate über Bärenherz wurden gestaltet und aufgehängt, so dass sich andere Schüler der Schule über die Stiftung informieren konnten. Auch die Familien der Klasse 6b spendeten fleißig, so dass die Spendendosen sich schnell füllten. Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien ging die Klasse 6b selbst in die Einrichtung und schaute sich die Räumlichkeiten von Ort an.

Die Klasse hatte viel Freude bei der Aktion und hat beschlossen als positives Beispiel für andere voranzugehen und auch in Zukunft für Bärenherz immer wieder eine Sammelaktion zu veranstalten.

(Vor-) Weihnachtszeit ist Theaterzeit

Wie in jedem Jahr, wenn die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, hatte die Theodor-Fliedner Schule Besuch vom White Horse Thetare.

Mit den Stücken „Silber Jane“, bei dem eine Superheldin die Welt rettet, und „Food for Thought“ bei dem Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen das Thema sind, schaffte es die nur 4 Schauspieler große Truppe erneut, die Schüler in ihren Bann zu ziehen.

Besonders unsere „Kleinen“ waren sehr stolz darauf, fast alles verstanden zu haben.

A. Kraus

 

Knappe Entscheidung in der Stadtteilbibliothek Bierstadt

Am Mittwoch, dem 23.11.16 fand der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen der Theodor-Fliedner-Schule in der Stadtteilbibliothek statt. Die Klassensieger Anton Trexler (6a), Nina Mauloni (6b), Lea Knechtel (6c), Niklas Wilhelm (6d) und Edward Seidel (6e) lagen in beiden Disziplinen, dem eigenen vorbereiteten Text und dem fremden, unvorbereiteten Text sehr eng bei einander, sodass es für die Jury, bestehend aus Frau Petersen, Frau Huber von der Bibliothek, Frau Ladebeck und der Schülerin Ayla Hadji Sharifi, am Ende sehr schwer war einen Schulsieger zu benennen. Aber letztlich setzte sich Nina Mauloni mit einem sehr souverän gelesenen Beitrag durch. Den zweiten Platz teilten sich Niklas Wilhelm und Edward Seidel. Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesen hervorragenden Leistungen.

M. Nicolai

„Wir sind eine der beiden „Spielzeitschulen des hr-Sinfonieorchesters“

Die Freude in der Schulgemeinde war sehr groß, als Nathalie Baron, Fachleiterin des Fachbereiches Musik auf der ersten Gesamtkonferenz in diesem Schuljahr berichtete, dass die TFS vom Hessischen Rundfunk als eine der zwei „Spielzeitschulen“ für die Saison 2016/17 ausgewählt wurde.

Die Idee der Saisonkooperationsschule ist es, in der Saison 2016/2017 mit zwei Schulen in verschiedenen Projekten enger zusammenzuarbeiten und mit diesen Schulen Projektideen gemeinsam zu entwickeln sowie in anstehenden und bereits geplanten Projekten zu arbeiten (so zum Beispiel in der Konzertreihe „Junge Konzerte“). Die Projekte werden über die hr-Medien (Radio, online) dokumentiert und anderen Schulen über eine Plattform auf hr.wissen.de (Bereich „Bildungsprojekte“) verfügbar gemacht.

 

Sollten wir Ihr Interesse an diesem Projekt geweckt haben, so können Sie den Verlauf in regelmäßigen Abständen auf unserer Homepage verfolgen. Für ausführliche Informationen steht Ihnen unser Musikfachbereich am Tag der offenen Tür – 12.11.2016- gerne zur Verfügung.