Der Weihnachtswichtel

 

Die Schülerinnen Elsa Wolf und Emily Klima aus der 5a wünschen der Schulgemeinde mit ihrem Bild und ihrer  Geschichte ein frohes Weihnachtsfest und erholsame Ferien.

Der Weihnachtwichtel

In den Straßen des kleinen Dorfes von Lappland saß ein kleiner Junge am Fenster und schaute hoffnungsvoll in den Himmel.  Er wartete auf den Weihnachtsmann. Er freute sich so auf Weihnachten, aber leider waren es immer noch drei Tage bis Heiligabend…

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Handschriftlicher Sieg der Liebe

Liebesbriefe bringen die einen zum Kichern, die anderen zum Schwärmen, je nach Klassenstufe. Manche machen sie zu Siegerinnen: Victoria Hug und Emily Wlochowitz (beide 8c) haben beim hessischen Wettbewerb zum „Tag der Handschrift“ mit dem Thema „Liebesbriefe“ gewonnen. Ja, mit einem per Hand geschriebenen Brief! Obwohl einer der häufigsten Sätze in unseren Klassenzimmern lautet: „Müssen wir das schriftlich machen?“

Die Stiftung Handschrift hatte zu dem Wettbewerb aufgerufen, um die Bedeutung der Handschrift  für uns – doch meist tippende Menschen – ins Bewusstsein zu rufen. Diesem Ruf war die Klasse 8c im Deutschunterricht (Fr. Venn) gefolgt und 28 junge Menschen haben während einer Schulstunde wunderbare Liebesbriefe verfasst – manche kichernd, manche schwärmend; und unsere beiden Siegerinnen auch mit liebevollem Ernst. „Eigentlich denkt man viel zu wenig nach, wie besonders Du bist“, schreibt Victoria etwa in ihrem Liebesbrief an die Welt, die sie „so vielfältig und einfach unbeschreiblich“ findet, obwohl die 13-Jährige diese Welt in ihrem Brief ganz wunderbar beschreiben kann. „Dieser Brief ist an Dich“, schreibt Emily, und wendet sich eine ganze handgeschriebene Seite lang an dieses „Dich“, stellvertretend für ihre Mitmenschen generell, die sie in ihrem Liebesbrief ermutigt, sie selbst zu sein und die Freude der Gemeinsamkeit zu empfinden.

Die Gemeinschaft der Theodor-Fliedner-Schule jedenfalls freut sich sehr für die beiden Autorinnen, ist stolz auf sie und beeindruckt: Handschriftlich! Liebesbriefe!

Herzlichen! Glückwunsch!

 

Angenehme Alliterationen

Deutschstunde in der 7c an einem regnerischen Morgen.
Schülerinnen und Schüler – und Lehrerin – träumen von besserem Wetter, Sonne, Eis, frischen Früchten…stattdessen geht es um Alliterationen. Die Lehrerin erinnert sich an einen Sketch von Heinz Erhardt, bei dem alle Worte mit „g“ gesprochen werden:  „Getränk gefällig? Genialer Gedanke – gerade Gewürzgurke gegessen“, herrlich (hier der lohnende Link: https://youtu.be/CNgXH605b-s). Warum sollen Schülerinnen und Schüler nicht von Heinz Erhardt lernen, wenn auch in schwarz-weiß? Also zeigt die Lehrerin den Sketch von 1968, über den 2018 selbst die Digital Natives lachen können. Und diese schreiben dann selbst  „Alliterations-Sketche“ und führen sie auf, trotz abwesender Sonne mit strahlenden Gesichtern. Dies sind beispielhaft zwei Ergebnisse aus Erhardts Unterrichtsstunde:

Buchstabe „e“ (von Jana Ernst, Viktoria Hug, Lea Knechtel)

 

„Eiscafé Elfe“   (Buchstabe „e“ , von Jana Ernst, Viktoria Hug, Lea Knechtel)

 

Emma (Viktoria): Ein einfaches Erdbeereis.

Emilia (Jana): Emma, ekelhaft!

Lea (Lea): Eintreten, Eiscafé Elfe…

Emma: Emilia, eintreten!

Lea: Einen erfrischenden, eiskalten Erdbeershake?

Emma und Emilia: Eleganter Einfall!

Emma: Ebenfalls Erdbeereis?

Lea und Emilia: Ekelerregend!

Emma (kleinlaut): Entschuldigung.

Lea: Einmal ein Erdbeershake, ebenso ein Erdbeereis.

Emma (zeigt aus dem Fenster): Ein entlaufener Elefant!

Lea: Empörend!

Emilia: Einfangen!

(alle drei rennen hinterher)

Alle: Ei, ei, ei, ei.

Ende

 

Buchstabe „m“ (von Elena Kreis, Annika Krüger-Lorenzen, Katharina Lüttgen)

 

„Mittagsmahl“

Mala: Moin! Morgen machen mer Möhrchen mit Mangomilch.

Marc: Mmmmmh, mächtig!

Mia: Mala mag mehr Maultaschen!

Mala: Mag Marc Maultaschen?

Mia: Man munkelt.

Marc: Morgen machen mer Melonen-Maultaschen, mit Möhrchen-Mangomilch.

(Mittagessen)

Mala:  Mein Magen macht mächtig merkwürdiges Miauen.

Mia: Meiner macht mit.

Marc: Mensch! Melonen-Maultaschen mit Möhrchen-Mangomilch mag man!

Mala und Mia: Mmmmm, manchmal.

Marc: Möhrchenmangomilch macht müüüüde.

Mala: Meinerseits mit.

Marc und Mala: Mhmhm…

Mia: Mist, muss mal meditieren.

Ende

Mehr als nur ein Ausstellungsbesuch…

Die Klasse 8e wandelt durch den „Garten der Avantgarde“ und beweist dabei, dass sich pubertierende Jugendliche auch heutzutage noch mit 100 Jahre alten Bildern beeindrucken lassen.
„Bei der Führung ist man in einen Teil von Kirchhoffs Leben eingetaucht!“ (Hannah A.)
„Die kleinen Einblicke in sein Familienleben waren interessant und man konnte es sich sehr genau vorstellen.“ (Janine R.)
Draußen stürmt und regnet es, während wir im Museum empfangen werden. Die Wände im Eröffnungsraum der Ausstellung sind mit einer Fototapete von Kirchhoffs Garten bekleidet und versetzen uns unvermittelt in Kirchhoffs Leidenschaften: Kunst und Natur! Dieser ließ sich zur Jahreswende 1908/09 in der Kurstadt Wiesbaden nieder, mit dem Wunsch, sich dort seinen Leidenschaften zu widmen. Nachdem der Kunstsammler seine bedeutende Sammlung vor genau 100 Jahren erstmals im Museum Wiesbaden gezeigt hatte, kommen wir heute durch eine Führung in den Genuss, die beeindruckenden Originale namhafter Künstler zu entdecken und zu erforschen. Kandinskys „Im Zentrum“ widmen wir dabei besondere Aufmerksamkeit, da wir uns mit diesem Werk schon im Kunstunterricht befasst hatten, aber
„… die Bilder im Original zu sehen, war beeindruckend. Ich würde gerne wieder ins Museum gehen.“ (Lavinia V.)
„Ich fand es erstaunlich, dass die Bilder vor so langer Zeit gemalt worden sind. Die Bilder inspirieren einen durch ihre Präzision.“ (Paul G.)
Nach der Führung wird es dann richtig spannend, wir werden in Kleingruppen mit kreativen Schreibaufgaben in die Ausstellungsräume losgelassen und können uns ein Bild auswählen, zu dem wir einen kleinen Text verfassen. Diesen tragen wir später vor den Bildern vor und beeindrucken damit unsere Lehrerin Frau Ladebeck, die Museumspädagogin Frau Müller und sogar ältere Ausstellungsbesucher, die unseren Texten aufmerksam lauschen und uns ihre Anerkennung aussprechen.
„Das kreative Schreiben hat mir auch sehr gut gefallen, da man so auf ausgewählte Bilder eingegangen ist und somit auch viel gelernt hat.“ (Linda A.)
„Die Aufgaben, die wir gemacht haben, haben mir viel Spaß gemacht, weil man da erkennen konnte, das jeder wirklich jedes Bild anders sieht und es kein Richtig oder Falsch gibt.“ (Kamila M.)
Am Ende des Vormittags können sich die meisten unserer Klasse dem Fazit einer Mitschülerin anschließen:
„Meiner Meinung nach war der Museumsbesuch unerwartet interessant und aufregend. Alles war schön: die Bilder, die Führung und die Aufgaben.“

Gegen die TFS kommt keiner an

Bei der Preisverleihung der Written Art Foundation am Freitag im Festsaal des Wiesbadener Rathauses haben die Schülerinnen und Schüler unserer Schule am lautesten applaudiert und gejubelt, als die jeweils drei Preisträgerinnen und Preisträger aus den Deutsch-Klassen aufgerufen wurden: Tobias Debler, Yannik Gössl und Nehal Schams aus der der 6b; Viktoria Hug, Annika Krüger-Lorenzen und Lara Stamm aus der 6c.

Von den 50 Gewinnern des Schreibwettbewerbs zum Thema „Da steckt Musik drin“ durften vier Kinder ihre Texte vorlesen. Auch hier: die TFS ist ganz vorn. Tobias Debler aus der 6b war dazu auserkoren, nicht nur vorzulesen, sondern dies auch noch als Erster. In seinem beeindruckenden Text hat er die Musik personifiziert und sie auf eine Reise ins Weltall geschickt, zur Raumstation ISS, weil es dort oben so still ist. Der Festsaal war begeistert.

Beide Schulklassen waren mit ihren Klassenlehrerinnen Anette Harms (6b), Christiane Michlik (6c) und ihrer Deutschlehrerin Lia Venn (6c) angereist. Auch viele Eltern ließen sich die stolzen Stunden im Festsaal nicht entgehen.

Die TFS – eine Gewinner-Schule.

„Durch diese hohle Gasse muss er kommen“ – Die etwas andere Annäherung an „Wilhelm Tell“

Am 04.03.2016 erlebten die Schüler des 8. Jahrgangs der Theodor-Fliedner-Schule das Theaterstück „Wilhelm Tell“, welches von Friedrich Schiller im Jahr 1804 fertiggestellt worden war, im Info der Schule auf eine ganz besondere Art. Der Schauspieler Ekkehart Voigt brachte ihnen die Handlung als Einzelakteur näher und bezog sie auch in die Handlung mit ein.

Der Inhalt des Dramas in Kürze

Die Schüler der 8. Klassen lesen derzeit im Deutschunterricht das Schauspiel „Wilhelm Tell“ des Schriftstellers Friedrich Schiller, der dem legendären Schweizer Nationalhelden und dem Freiheitskampf der Schweizer in seinem Drama ein literarisches Denkmal setzte.

Die Handlung spielt im 14. Jahrhundert in der von den Habsburgern regierten Schweiz rund um den Vierwaldstätter See. Hier tyrannisiert der Reichsvogt Geßler die Schweizer Bevölkerung der Kantone Uri, Unterwalden und Schwyz. Im Mittelpunkt steht die Figur des Wilhelm Tell, der sich gegen den Reichsvogt zur Wehr setzt und dadurch die Ketten der Tyrannei sprengt. Auslöser ist der sogenannte „Apfelschuss“, bei welchem Tell von Geßler gezwungen wird, seinem Sohn mittels einer Armbrust einen Apfel vom Kopf zu schießen. Dieses Aufbegehren des eher unfreiwilligen Helden und der eidgenössische Bund der Schweizer zur Vertreibung der habsburgischen Besatzer führen schließlich zur Befreiung der Schweiz.

Das etwas andere Theaterstück

Innerhalb von 2 Schulstunden konnten die Schüler miterleben, wie die Schweizer ihre Freiheit erlangten. Die Handlung wurde durch Herrn Voigt in einen Rahmen eingebettet, welcher den Schülern einen leichteren Zugang in die Thematik bot. Als reale Figur „kleiner Hans“ erzählte der Schauspieler, wie er von dem Theaterstück und dessen Schriftsteller erfahren und sich die Handlung immer vorgestellt hatte. Die Geschichte des Freiheitskampfes wurde aus der Sicht von Walter Tell erzählt, welcher als Sohn des Freiheitskämpfers an den wichtigsten Stationen mit dabei gewesen war. Auf der Bühne sorgte der Wechsel der Perspektive von Walter Tell und der nachgespielten Szenen aus dem Werk für Lebendigkeit.

Damit das junge Publikum die unterschiedlichen Rollen gut auseinanderhalten konnte, nutzte Herr Voigt die unterschiedlichsten Requisiten, Gesten oder Gesichtsausdrücke. Sie war WilhelmTell stets an seiner Armbrust und der aufrechten Körperhaltung zu erkennen. Als sein Kontrahent Geßler blickte Herr Voigt recht herrisch und mit einer edel wirkenden Kappe bekleidet auf das Publikum herab.

Spannung und Spaß erzeugte bei den Schüler allerdings nicht nur das Theaterspiel, sondern auch die Einbindung des Publikums in die Handlung. Wenn sich die Schüler als Bewohner der drei Kantone durch Klatschen, Rufen oder Aufspringen für „ihren“ Landsmann Tell einsetzten, dann konnte jeder nachvollziehen, wie es war, für Freiheit gemeinsam einzustehen.

Fragerunde nach dem Theaterstück

Im Anschluss an das Theaterstück stellte sich Herr Voigt zuerst den Fragen der Schüler, die vor allem wissen wollten, wie sich eine Person so viel Text merken kann. Doch auch die Achtklässler waren noch einmal gefordert, denn Herr Voigt ließ sie entscheiden, wie sie gehandelt hätten. Würden sie Tell auf Geßler schießen lassen und damit der Tyrannei ein Ende setzen? Oder würde sie den Schuss verhindern und andere Lösungen favorisieren? Die sich daraus anschließende Diskussion war sehr interessant, da es auch unter den Schülern viele verschiedene Ansichten über die Rechtmäßigkeit der Handlungen von Wilhelm Tell gab.

Mit dem Theaterstück haben die Schüler somit einen anderen, interessanten Zugang zum Text erhalten und konnten miterleben, wie spannend klassische Lektüre umgesetzt werden kann. Für den kurzweiligen Vormittag bedanken wir uns recht herzlich bei Herrn Voigt.

(Andrea Franze)